VW bestätigt 6000 Fälle pro Tag

Cyber-Attacken auf Bundesregierung und deutsche Wirtschaft nehmen zu

Berlin - Die Zahl der Cyber-Angriffe auf deutsche Behörden und Unternehmen steigt stark an. Allein das Regierungsnetz wird pro Tag mit mehr als 20 Angriffen konfrontiert. 

Das erklärte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe). Das betrifft auch die deutsche Wirtschaft. Allein der Volkswagen-Konzern gebe die Zahl der Cyber-Attacken auf sein IT-Netz mit 6000 Fällen pro Tag an. "Und wir stellen jeden Tag allein mehr als 20 hochspezialisierte Angriffe auf das Regierungsnetz fest", sagte Schönbohm. "Die Zahl der Cyber-Attacken ist also sehr hoch."

Schönbohm plädierte für eine konsequente Abwehr: "Wir können Cyber-Angriffe stoppen und IT-Systeme so fit machen, dass es zu keinen Auswirkungen kommt", sagte er. Seine Behörde, das BSI, sei dabei in erster Linie für den Schutz des Regierungsnetzes verantwortlich. "Das hat noch kein Hacker geknackt", sagte der IT-Experte.

Die Cyber-Attacken hätten sich aber im Laufe der Zeit stark verändert: "Bis vor wenigen Jahren glichen Cyber-Angriffe einem elektronischen Flächen-Bombardement, dadurch hatten Angreifer große Streuverluste." Heute seien Cyber-Attacken "sehr viel präziser und auf einzelne Ziele, wie den Bundestag, angelegt". Das sei "leider auch viel erfolgreicher".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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