Zwischen Hamm/Bergkamen und Hamm-Bockum/Werne

Anhänger löst sich während der Fahrt auf der A1 von Lkw

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[Update 11.43 Uhr] Werne/Kamen - Die Autobahn 1 von Dortmund in Richtung Münster ist zwischen den Anschlussstellen Hamm/Bergkamen und Hamm-Bockum/Werne nach einem schweren Verkehrsunfall wieder einspurig befahrbar. Bis allerdings die gesamte Fahrbahn wieder freigegeben werden kann, dauert es voraussichtlich noch bis 15 Uhr. Wir berichten aktuell weiter.

Seit 9.05 Uhr rollt der Verkehr auf der linken Fahrbahn an der Stelle vorbei, wo es zum schweren Unfall gekommen war. 

Ein "Trümmerfeld" hatte sich den Rettungskräften nach eigener Aussage am Donnerstagabend in Höhe des Rastplatzes An der Landwehr geboten. Offenbar hatte ein Sattelschlepper, an dessen Steuer ein 44-jähriger Mann aus Büsum saß, um 22.45 Uhr seinen Anhänger während der Fahrt verloren, der zunächst unbeleuchtet auf dem rechten Fahrstreifen stehen blieb.

Der 28-jährige Fahrer eines nachfolgenden Sattelzugs aus Hamburg erkannte das Hindernis laut Pressemitteilung der Polizei Dortmund offenbar zu spät. Er wich nach links aus und streifte den Anhänger, so dass dieser auf die Seite kippte. Ein Teil der Ladung fiel auf die Fahrbahn.

Anschließend steuerte der Fahrer des Hamburger Lkw nach rechts, durchbrach die Leitplanke auf einer Länge von etwa 50 Metern und kam an der Böschung zum Stehen. Dabei wurde der Fahrer zunächst in seinem Fahrzeug eingeklemmt, konnte aber glücklicherweise leicht verletzt geborgen werden.

Zwei nachfolgende Pkw wurden durch Teile des umgestürzten Anhängers beschädigt. Hierbei verletzte sich die 36-jährige Fahrerin aus Ahlen in ihrem Fiat leicht. Der 55-jährige Fahrer aus Dortmund blieb unverletzt.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 140.000 Euro. Durch diverse Fahrzeugteile war die Fahrbahn stark verschmutzt worden, außerdem muss die Leitplanke repariert werden. Diese Arbeit werden sich noch hinziehen.

Unmittelbar nach dem Unfall am späten Abend war um 22.47 Uhr der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen mit den Löschgruppen Rünthe und Overberge zu dem Verkehrsunfall in Fahrtrichtung Münster gerufen worden. Gemeldet wurde, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt sein sollte.

Tatsächlich befand sich in jenem Lkw, der nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war, noch der Fahrer im Führerhaus. „Dieser war allerdings nicht eingeklemmt, sondern konnte wegen der starken Verformung die Kabine nicht verlassen“, teilte Zugführer Dirk Kemke mit.

Mit dem hydraulischen Rettungsspreizer öffnete die Feuerwehr die Kabine, damit der leicht verletzte Fahrer aus Hamburg durch den Rettungsdienst versorgt werden konnte. Alle drei Unfallbeteiligten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Durch die Sperrung der Autobahn nutzte der Verkehr die offiziellen Umleitungsstrecken. Die waren zeitweise überlastet. Lange Staus wurden unter anderem vom Ostenhellweg in Rünthe sowie von der Kamener Straße in Werne gemeldet

Quelle: wa.de

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