Landesgartenschau 2020: Zuschlag geht an Kamp-Lintfort

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Das Gelände und der Förderturm von Bergwerk West in Kamp-Lintfort.

Düsseldorf - Die Landesgartenschau 2020 findet in Kamp-Lintfort (Kreis Wesel) statt. „In der Bewerbung sprühte das Engagement“, erläuterte Umweltminister Johannes Remmel (Grüne), warum die Landesregierung der einstimmigen Empfehlung der Auswahl-Jury gefolgt ist.

In der 37.000-Einwohner-Stadt habe es eine außergewöhnliche bürgerschaftliche Beteiligung gegeben, ergänzte Bauminister Michael Groschek (SPD). Die Entscheidung bedeute ein „starkes Signal des Aufbruchs“ für die vom Strukturwandel betroffene Kommune.

Als „Meilenstein für die Entwicklung“ wertet Bürgermeister Prof. Christoph Landscheidt (SPD) den Sieg, denn mit dem ehemaligen Bergwerk West gebe es eine 25 Hektar große Industriebrache mitten in der Stadt, die in die Gartenschau eingebunden werde.

Als städtebauliches Pendant dazu wird das denkmalgeschützte Kloster Kamp in die Planungen einbezogen. Das Areal umfasst eine Gesamtfläche von 40 Hektar.

So hat sich Kamp-Lintfort beworben

Die Landesgartenschauen hätten sich von der „Blümchenschau zur strukturpolitischen Ortsentwicklung“ gewandelt, so Remmel. Die Konzeption unter dem Motto „Tradition, Innovation und Aufbruch“ dokumentiere den Inhalt der 18. Landesgartenschau.

Der Bürgermeister brachte die Bewerbung, die zu einer Solidarisierung in der Bevölkerung geführt habe, auf die Kurzformel „Kloster, Kohle, Campus“. Etwa 16 Millionen Euro werden in das Großereignis investiert, wobei ein Zechenpark, ein Erlebnisbauernhof und ein Lehrstollen dauerhaft geschaffen werden sollen.

Kamp-Lintfort wolle die Umgestaltung der großen, innerstädtischen Brachfläche als Motor für eine nachhaltige und klimagerechte Stadtentwicklung nutzen, so Remmel.

Im Drei-Jahres-Rhythmus finden Landesgartenschauen statt: In diesem Jahr wurde sie von Zülpich ausgerichtet, 2017 ist Bad Lippspringe an der Reihe. Die Besucherzahlen schwanken von 400.000 bis 2,2 Millionen, die die Schau in Oelde sehen wollten. Zülpich besuchten etwa 500.000 Gäste.

Respekt zollten die Minister auch den Mitbewerbern aus Bad Honnef sowie der Kooperation der Städte Castrop-Rauxel, Herne, Herten, Recklinghausen, die gemeinsam mit der Emschergenossenschaft angetreten waren. „Beide Nichtsieger-Bewerber profitieren von der Großzügigkeit“, versprach Groschek.

Quelle: wa.de

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