Bundespolizei ermittelt

Mehrere Gewalttaten in Ruhrgebietsbahnhöfen und Zügen

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Dortmund/Essen - Auf ein arbeitsreiches und durch mehrere Gewalttaten geprägtes Wochenende blicken Einsatzkräfte der Bundespolizei zurück. Neben mehreren "normalen" körperlichen Auseinandersetzungen, kam es auch zu einem Angriff mit einer abgebrochenen Flasche gegen den Hals eines 43-Jährigen. Dieser musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Gegen 22:20 Uhr gerieten am Freitagabend ein 16 und ein 53-jähriger Dortmunder auf einem Bahnsteig im Dortmunder Hauptbahnhof aneinander. Zeugenaussagen zufolge telefonierte der 16-Jährige während er auf seinen Zug wartete auf dem Bahnsteig. Daraufhin soll der 53-Jährige ihn verbal, in aggressiver Art und Weise, aufgefordert haben, das Telefonieren einzustellen. Seiner Aufforderung verlieh der 53-Jährige Ausdruck, indem er ankündigte, den 16-Jährigen zu schlagen. Als sich daraufhin andere Reisende für den 16-Jährigen einsetzen, bedrohte er diese mit den Worten:" Labert mich nicht voll, sonst schlage ich Euch meine Bierflasche über den Kopf". Sicherheitsdienstmitarbeiter setzten der Bedrohung ein Ende. Bundespolizisten leiteten gegen den polizeibekannten und alkoholisierten Mann (1,6 Promille)ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung und Nötigung ein.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 01:20 Uhr kam es in der RB 50 (Lünen - Dortmund) zu einer gefährlichen Körperverletzung. Ein 24-jähriger Mann aus Greven schrie lautstark in dem Zug herum und verhielt sich aggressiv. Als eine Gruppe von sechs Männern ihn aufforderte, sich ruhig zu verhalten, warf er erste eine Flasche Bier in Richtung der Gruppe. Anschließend soll er, ohne Vorwarnung, einen 43-Jährigen Mann vom Diemelsee, der ebenfalls zu der Gruppe gehörte, einen spitzen Gegenstand gegen den Halsbereich gestoßen haben. Hierdurch erlitt dieser eine blutende Verletzung und musst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Anschließend bedrohte er der 24-jährige den Rest der Gruppe mit einem abgebrochenen Flaschenhals. Nach Ankunft des Zuges im Dortmunder Hauptbahnhof, flüchtete er und konnte durch Einsatzkräfte der Bundespolizei, im Bereich der Straße Am Freistuhl festgenommen werden. Er wurde anschließend in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen 05:50 Uhr kam es in einer S-Bahn (S 6) zwischen Düsseldorf-Rath und Essen-Werden zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einem 17-jährigen Duisburger und Mitarbeiter der Bahn. Diese hatten den Duisburger aufgefordert, seine Schuhe von der Sitzfläche im Zugabteil zu nehmen. Dieser weigerte sich vehement. Als er daraufhin den Zug am nächsten Haltepunkt verlassen sollte, soll der 17-Jährige einen 37-Jährigen Bahnmitarbeiter mit einem Kopfstoß verletzt haben. Am Haltepunkt Essen-Werden konnten Einsatzkräfte der Essener Polizei, den 17-Jährigen vorläufig festnehmen und übergaben ihn an die Bundespolizei. Diese leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung gegen ihn ein.

Gegen 06:00 Uhr mussten Bundespolizisten dann erneut am Dortmunder Hauptbahnhof aktiv werden. In einer S-Bahn (S 1) zwischen Bochum und Dortmund griffen drei unbekannte Personen einen 16-jährigen Dortmunder an. Dabei brachen sie dem Dortmunder, nach eigenen Angaben, die Nase und kugelten seine Schulter aus. Zur Behandlung wurde er in eine Dortmunder Klinik eingeliefert. Die Angreifer konnten unerkannt entkommen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Derzeit wird geprüft ob, die Auseinandersetzung aufgezeichnet wurde. Die Ermittlungen dauern an.

Bereits am Freitag griff gegen 15:30 Uhr ein 38-jähriger Mann aus Wetter, den 36-jährigen Zugbegleiter einer Abellio-Bahn (ABR 8932), zwischen Witten und Wetter, an. Auslöser des Streites war der abgelaufene Fahrausweis des Mannes aus Wetter. Dieser spuckte den Abellio Mitarbeiter später in das Gesicht. Die Bundespolizei leitete gegen den bereits wegen mehrfacher Gewaltdelikte polizeibekannten Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung ein. - WA

Quelle: wa.de

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