Verdächtiger Umschlag

Nach Absage von Herner Kinderkarneval: Absender ermittelt

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Symbolbild

[Update 14.30 Uhr] Herne - Nach der Absage des Herner Kinderkarnevals ist der Absender eines Zeitungsartikels mit verdächtigen Kritzeleien ermittelt worden

Ein 46 Jahre alter Mann aus Herne hat eingeräumt, neben dem Umschlag an die Veranstalter der Kinderparty weitere Zeitungsausschnitte an verschiedene andere öffentliche Einrichtungen versandt zu haben. 

Es sei möglich, dass der Mann unter psychischen Störungen leide, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Polizei und des Vereins zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen. Unklar bleibt, ob die Veranstaltung aus Bedenken wegen des Umschlags abgesagt wurde oder aus organisatorischen Gründen, wie es später in der Mitteilung lautete.

Nach einem anonymen Schreiben ist der Kinderkarneval in Herne abgesagt worden. Es sei ein Zeitungsartikel mit verdächtigen Kritzeleien im Briefkasten entdeckt worden, sagte Rüdiger Pfeifer vom veranstaltenden Volkshaus Röhlinghausen am Freitag. "Wir haben zwar keine Angst vor einem Terroranschlag, aber wir haben die Verantwortung und keine komplette Sicherheit".

Absage nach Gespräch mit Staatsschutz

Die Entscheidung sei nach einem Gespräch mit dem eingebundenen Staatsschutz getroffen worden. Auf einem Artikel über Sternsinger habe ein Unbekannter auf Deutsch und Arabisch zusammenhanglose Worte und kurze Sätze wie "Ungläubige" und "Deutschland tötet alle Moslems" geschrieben. Die Kinderkarnevalsparty mit rund 250 Beteiligten war für Sonntag geplant. 

"Wir sind entsetzt und enttäuscht", sagte Pfeifer. Von den Eltern der Kinder habe er Zustimmung erhalten. Er habe allerdings keine Angst vor Terroristen: "Wer einen Anschlag verüben will, der kündigt das ja vorher nicht an."

Die Absage gab das Volkshaus Röhlinghausen auf seiner Homepage bekannt. - dpa

Quelle: wa.de

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