Weder Gammelfleisch noch Kadaver entdeckt

Vermeintlicher Ekelfund in Essen entpuppt sich als eher harmlos

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Städtische Bedienstete kontrollieren am Donnerstag in Essen auf dem Gelände eines ehemaligen Schweinestalls die Umgebung. Im Stallgebäude sind Mülltonnen mit stinkendem Abfall entdeckt worden.

[Update 14.32 Uhr] Essen - Der vermeintliche Ekelfund von Mülltonnen mit Tierkadavern in Essen-Altenessen hat sich als weniger spektakulär entpuppt als zunächst angenommen. Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, seien auf einem "größtenteils verwilderte Grundstück" lediglich "in einigen Behältnissen offensichtliche Speisereste" gefunden worden.

Gegen 20.15 Uhr hatte demnach ein Zeuge - laut Radio Essen ein Nachbar - über Notruf die Polizei verständigt, nachdem er auf dem abgeschlossenen Firmengelände zwei Personen beobachtet habe. Er berichtete dem Lokalsender davon, dass auf dem Grundstück Löcher gegraben worden seien, in die wiederum der Inhalt der Tonnen gekipot worden sei. Der Gestank sei bestialisch gewesen.

"Mit Unterstützung der Feuerwehr gelangte eine Streife auf das Grundstück. Bei der Nachschau in einigen Behältnissen stießen die Beamten auf offensichtliche Speisereste. Der zuständige Ermittler des Kriminalkommissariats 11 war mit Vertretern von Veterinär- und Umweltamt vor Ort. Nach dem Öffnen von etwa 50 Behältern sind weder Gammelfleisch noch Kadaver gefunden worden", heißt es von den Ermittlern weiter.

Die Fachleute könnten eine konkrete Gesundheitsgefahr bislang ausschließen. "Weitere Abfalltonnen auf dem Gelände sind momentan nicht zugänglich. Inwieweit die Lagerung des Abfalls strafbar ist, prüft zurzeit die Kriminalpolizei. Vernehmungen des aktuellen und ehemaligen Grundstückbesitzers stehen noch aus", teilte die Polizei abschließend mit. 

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung handelt es sich bei dem Anwesen um einen "ehemaligen Bauernhof mit eigener Schlachterei. Der Ex-Eigentümer soll auch Küchenabfälle aus dem nicht weit entfernt liegenden Marienhospital für seinen Mastbetrieb abgeholt haben. Sowohl der Bauernhof als auch der Betrieb sollen aber vor einiger Zeit versteigert worden sein", schreibt das Boulevardblatt online. - eB

Quelle: wa.de

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