Baden ohne böse Überraschung

Wasser in Seen in NRW ist hervorragend

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Düsseldorf/Kopenhagen - Wasserratten müssen in Nordrhein-Westfalens Badeseen kaum unangenehme Überraschungen befürchten. Die Wasserqualität ist laut EU-Bericht ausgezeichnet. Vorsicht ist dennoch geboten, warnt die DLRG.

Badeseen in Nordrhein-Westfalen haben eine hervorragende Wasserqualität. Das geht aus dem jüngsten Badegewässerreport der Europäischen Umweltagentur EUA hervor, der am Mittwoch in Kopenhagen veröffentlicht wurde. Allerdings beziehen sich die Daten auf die Badesaison vom Vorjahr. 

In Nordrhein-Westfalens Seen sei die Wasserqualität nach EU-Standards fast durchgehend "ausgezeichnet", heißt es in dem Bericht. Von 112 in Nordrhein-Westfalen gelisteten Seen hat die Agentur 106 bewertet. Nur drei Gewässer wurden etwas schlechter bewertet. Die Note "gut" erhielten der Elfrather See bei Krefeld und das Naturfreibad Bettenkamper Meer bei Moers. Der Rotter-See bei Troisdorf schnitt mit "ausreichend" ab. 

Biggesee, Möhnesee, Haarener Baggersee, Sorpesee, Tuttenbrocksee, Hennetalsperre, Listertalsperre, Lingesetalsperre, Glörtalsperre, Aggertalsperre und Brucher Talsperre erhielten allesamt das Prädikat "ausgezeichnet". 

Prädikat: Ausgezeichnet - so gut sind die Badeseen vor unserer Haustür

Bei den sechs ausgelassenen Seen lagen entweder nicht genug Daten vor oder es handelte sich um neue Badestellen. Auch 2014 wurde mehr als 95 Prozent der untersuchten Gewässer in NRW eine hervorragende Wasserqualität bescheinigt. 

In Deutschland wurden insgesamt 2:292 Flüsse und Seen untersucht. 97 Prozent davon hatten 2015 laut Bericht eine ausgezeichnete Wasserqualität, europaweit waren es gut 84 Prozent. Insgesamt untersuchte die Agentur mehr als 21.000 Badestellen in den EU-Ländern sowie Albanien und der Schweiz.

Hauptgrund für Verschmutzungen ist Abwasser

Dafür werden jährlich während der Saison mehrmals Proben aus Küsten- und Binnengewässern entnommen und die darin enthaltene Konzentration zweier Darmbakterien analysiert. Sie weisen auf Verunreinigungen durch Fäkalien hin. Hauptgrund für Verschmutzungen dieser Art seien Abwasser. Bei starkem Regen könne etwa Wasser aus landwirtschaftlichen Betrieben und von Nutzflächen in die Seen gespült werden, heißt es in dem Bericht. 

Schwimmer müssen sich in den offiziellen Badegewässern zwar keine Sorgen um Verunreinigungen machen. Dennoch empfiehlt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), sich nicht leichtsinnig ins kühle Nass zu stürzen: Im vergangenen Jahr zählte die DLRG allein in NRW 44 Tote, die bei Unfällen in Seen und Flüssen ertrunken sind. - dpa

Hier geht's zum Bericht der EU (in englischer Sprache)

Interaktive Karte zum EU-Bericht

Quelle: wa.de

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