Vollsperrung auf der A1 verursacht kein Chaos

Leverkusener Rheinbrücke: Ausflügler flanierten über die Fahrbahn

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Köln - Radfahrer und Fußgänger haben am Sonntag die Sperrung der Leverkusener Rheinbrücke zu einem Ausflug auf die Autobahn genutzt. Mehrere Dutzend Ausflügler waren dort unterwegs, wie die Polizei in Köln berichtete.

Sie seien durch Sicherheitstüren auf die Fahrbahn gelangt. Auf beiden Seiten der Autobahn 1 verläuft ein schmaler Rad- und Fußweg, der auch während der Vollsperrung genutzt werden kann. Von dem Weg führen Sicherheitstüren zur Fahrbahn. Die Sanierungsarbeiten fanden im Inneren der Brücke statt, so dass die Fahrspuren frei waren. 

Am Nachmittag riegelte die Kölner Polizei die Verbindungstüren ab. "Wir sind präsent auf der Brücke", sagte ein Polizeisprecher. Motorradpolizisten fuhren Streife, um die Sperrung durchzusetzen - auch für Radfahrer und Fußgänger.

Die Vollsperrung der Rheinbrücke auf der Autobahn 1 bei Leverkusen hat alles in allem keine größeren Probleme verursacht. Befürchtete Megastaus rund um Köln blieben aus und auch die Sanierungsarbeiten verliefen nach Plan. "Wir können absehen, dass der Verkehr am Montag um 5 Uhr wieder über die Brücke rollen kann", teilte Straßen.NRW am Sonntagnachmittag mit. 

Hier informiert Straßen.NRW über die Leverkusener Rheinbrücke

Seit Donnerstagabend war ein 40 Zentimeter langer Riss an einer Seilverankerung der rund 50 Jahre alten Brücke geschweißt worden. Es habe teils zähfließenden Verkehr, aber keine schlimmen Staus gegeben, sagte ein Sprecherin von Straßen.NRW. 

Das marode Autobahn-Bauwerk war seit Donnerstagabend komplett gesperrt. Über die Brücke rollen sonst täglich 120.000 Fahrzeuge. Sie ist ein Teil des Kölner Rings, der zu den meistbefahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands zählt. 

Um die Stabilität nicht weiter zu gefährden, ist die Brücke schon seit zwei Jahren tabu für über 3,5 Tonnen schwere Lastwagen. Allerdings fahren immer noch täglich bis zu 200 Lastwagen verbotenerweise über die wichtige Ost-West-Trasse im Norden von Köln. 

Die Pläne für einen Neubau sind nach Angaben von Straßen.NRW fast fertig: Ende 2016 soll der Planfeststellungsbeschluss kommen, 2017 ist der Baubeginn angepeilt. Die erste Brückenhälfte soll bis 2020 stehen, der zweite Teil dann bis 2023. 

Auch die Autobahn 46 zwischen dem Kreuz Holz und dem Kreuz Mönchengladbach-Wanlo sollte noch bis Montagmorgen wegen Brückenarbeiten gesperrt bleiben. Eine Sperrung gab es auch auf der A40. Zwischen dem Autobahnkreuz Bochum und dem Autobahndreieck Bochum-West blieb die Fahrbahn in Richtung Essen bis Montagmorgen gesperrt. - dpa

Quelle: wa.de

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