IG Bau fordert mehr Geld für Gebäudereiniger

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In Essen findet die vierte Verhandlungsrunde für die rund 600 000 Gebäudereiniger statt.

[Update, 14.55] Essen - Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 600 000 Gebäudereiniger sind am Dienstag in Essen in der vierten Runde fortgesetzt worden. Die Gewerkschaft IG Bau fordert ein deutliches Lohnplus und einen Schritt hin zu einer Ost-West-Angleichung der Löhne.

Mit einem Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung wolle die Gewerkschaft unter dem Motto "Schluss mit Turbo Putzen" zudem tarifpolitisches Neuland betreten, kündigte der Regionalleiter Rheinland der Gewerkschaft, Holger Vermeer, am Dienstag in Essen an. Zur Unterstützung der Forderungen hatten mehrere Hundert mit Putzeimern ausgerüstete Reinigungskräfte in der Essener Innenstadt demonstriert. "Gerade im zeitlichen Umfeld von Tariferhöhungen bekommen die Beschäftigten mehr Flächen aufgebürdet oder haben weniger Zeit für die gleichen Quadratmeter. Sogar Arbeitszeitkürzungen ohne Lohnausgleich kommen vor", sagte Vermeer. Am Ende müssten die Beschäftigten damit ihre Lohnerhöhung oft selbst zahlen. Dagegen wolle die Gewerkschaft vorgehen, so Vermeer.

Innungsverband weist Darstellung zurück

Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks wies die Darstellung zurück. Von einem übermäßig erhöhten Leistungsdruck in der Branche könne keine Rede sein, sagte Geschäftsführer Johannes Bungart. Aus Sicht der Arbeitgeber sei bislang bei den Verhandlungen noch kein Fortschritt zu erkennen. In der untersten Lohngruppe soll der Stundenlohn nach den Vorstellungen der Gewerkschaft zudem um 80 Cent von 9,55 auf 10,35 Euro in Westdeutschland steigen. In den höheren Lohngruppen fordert die Gewerkschaft im Westen eine Erhöhung um 6,4 Prozent. Die Arbeitgeber hatten nach eigenen Angaben bislang Lohnerhöhungen von drei Prozent mit einer Laufzeit von zwei Jahren angeboten.

Quelle: wa.de

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