Uniklinik Münster: Vier Patienten mit Pilzvergiftung in Lebensgefahr 

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Die Patienten der Uniklinik Münster sollen beim Sammeln einen hochgiftigen Knollenblätterpilz erwischt haben. Dieser Pilz kann leicht mit Champignons verwechselt werden.

Münster - An der Uniklinik in Münster werden vier Menschen mit schweren Pilzvergiftungen behandelt. Sie sollen beim Sammeln einen hochgiftigen Knollenblätterpilz erwischt haben, der leicht mit Champignons verwechselt werden kann. Laut Angaben der Uniklinik stehen drei der vier Patienten vor einem akuten Leberversagen. Darunter ist ein 16-Jähriger, den vermutlich nur eine Organtransplantation retten kann.

Betroffen ist nach Auskunft einer Sprecherin von Donnerstag auch eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien. In Münster werden aber nicht nur Flüchtlinge aus Syrien behandelt, betroffen ist auch eine Familie aus Kasachstan, die bereits länger in Deutschland lebt.

Bereits am Mittwoch hatte die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) vergleichbare Fälle vermeldet. In Niedersachsen werden aktuell fast 50 Menschen wegen Pilzvergiftungen behandelt. Die meisten von Ihnen sind Flüchtlinge aus Syrien.

Der Knollenblätterpilz ist einer der giftigsten Pilze in Deutschland und für 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen verantwortlich. Das Gift wirkt erst mehrere Stunden nach dem Verzehr.

Zunächst treten Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf, nach ein bis zwei Tagen kann es zur Schädigung der Leber kommen, die von Blutgerinnungs- und Nierenfunktionsstörungen begleitet werden kann.

Im schlimmsten Fall stellt die Leber ihre Funktion ein, so dass nur noch eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten kann. - dpa

Quelle: wa.de

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