Seit 2005 vermisst / Leiche 2015 in Dortmunder Westen gefunden

Tötungsdelikt an Ahlener (22) bleibt ungeklärt: Verdächtiger bringt sich um

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Dortmund - Das Tötungsdelikt an einem 22-jährigen Mann aus Ahlen, der bereits 2005 bei der Kreispolizeibehörde Paderborn durch seine Mutter als vermisst gemeldet und dessen Skelett im Juni 2015 in Dortmund-Marten gefunden worden war, wird mutmaßlich nie zweifelsfrei aufgeklärt. Ein 37-jähriger Verdächtiger aus Norddeutschland, der durch die Polizei vernommen worden war und die Tat bestritten hatte, brachte sich drei Tage nach der Vernehmung in einem Hotelzimmer um.

Wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Dortmund von Donnerstagvormittag heißt, hatten umfangreiche Ermittlungen ergeben, dass der 22-jährige Ahlener kurz vor seinem Tod bei einem Schaustellerbetrieb in Dortmund angeheuert haben soll. 

"Er soll sich auf dem Gelände, auf dem letztes Jahr der Leichnam gefunden wurde, mit einem anderen Schaustellerangestellten einen Wohnwagen geteilt haben. Dieser soll ihn zuletzt lebend gesehen haben. 

Der Angestellte konnte inzwischen identifiziert werden. Es handelt sich dabei um einen 37-jährigen Mann aus Norddeutschland. Am 14. Juni wurde er durch Polizeibeamte der Kriminalpolizei aus Dortmund vernommen. Er hat die Tat bestritten. Drei Tage nach der Vernehmung hat sich der 37-Jährige in einem Hotelzimmer in Norddeutschland umgebracht. Er hat keinen Abschiedsbrief hinterlassen", heißt es in der Pressemitteilung. 

DNA-Spuren hätten trotz umfangreicher Untersuchungen nicht erlangt werden können. Anhaltspunkte auf weitere Tatverdächtige hätten sich im Zuge der Ermittlungen nicht ergeben. - eB

Quelle: wa.de

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