Tödliche Schüsse: GdP beklagt zunehmende Bewaffnung

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Nach zwei tödlichen Schüssen durch Polizisten bei Einsätzen gegen bewaffnete Angreifer innerhalb von 24 Stunden hat Michael Mertens, Stellvertretender GdP-Landeschef in NRW, auf die zunehmende Verbreitung von Waffen hingewiesen. 

Düsseldorf  - Nach zwei tödlichen Schüssen durch Polizisten bei Einsätzen gegen bewaffnete Angreifer innerhalb von 24 Stunden hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf die zunehmende Verbreitung von Waffen hingewiesen.

Die Vorfälle zeigten auch die Brisanz des polizeilichen Alltags, sagte Michael Mertens, GdP-Vize in Nordrhein-Westfalen, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Die Beamten begegneten bei ihren Einsätzen häufiger Menschen, die mit einem Messer unterwegs sind. Das sei eine Erfahrung aus dem Alltag der Polizei.

Die Vorfälle nähmen zu, "dass Menschen sich bewaffnen und emotional hektisch reagieren". Die häufige Bewaffnung im Alltag komme vor in Gebieten, die geprägt seien von wenig Bildung, hoher Arbeitslosigkeit, großer Unzufriedenheit und kriminellen Bereichen.

In Moers hatte die Polizei am Montagabend einen Mann erschossen, der in einen Unfall verwickelt war und mit einem gezückten Messer auf die Polizisten zugegangen war. Trotz Aufforderung hatte er die Waffe nicht fallengelassen. Die Beamten, deren Rückweg durch geparkte Autos versperrt war, schossen. In Hagen hatte am Dienstag ein Mann auf offener Straße einen Kontrahenten mit einer Machete und einem Küchenmesser verfolgt. Als er die Waffen trotz Aufforderung und Schussandrohung nicht niederlegen wollte, gab eine Polizistin einen tödlichen Schuss ab.

Quelle: wa.de

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