Tierischer Einsatz: Polizei in Herford rettet angefahrenen Bussard

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Der Bussard muss einige Tage in der Tierarztpraxis bleiben.

Kreis Herford/Kreis Osnabrück - Polizisten aus Herford haben nun wieder einmal bewiesen, dass der Spruch "dein Freund und Helfer" auch bei der Tierrettung zutrifft. Sie halfen einem Bussard, nachdem er angefahren worden war und tauften ihn Hermann. 

Am Samstagabend wurde die Polizeiwache Bünde zu einem Unfall auf der Wallenbrücker Straße gerufen, heißt es in einem Polizeibericht. 

Einem Autofahrer war ein Greifvogel vor die Windschutzscheibe geflogen und dann auf die Straße gestürzt, dort wurde ein Flügel des Tieres von einem anderen Fahrzeug überrollt. 

Der Fahrer beobachtete wie sich der Bussard über 50 Meter in ein angrenzendes Waldstück schleppte und alarmierte umgehend die Polizei. 

Durch Zeugenhinweise und einer kurzen Nachsuche konnten die Beamten den Greifvogel im Wald auffinden. 

Die Polizisten tauften den Bussard auf den Namen Hermann. 

Nach kurzer Beratung, entschlossen sich die Polizisten aufgrund der gebotenen Eile selbst zu handeln, schreibt die Polizei im Bericht weiter: "Der Bussard war zunächst skeptisch, musste aber gespürt haben, dass es sich bei diesen Menschen um "Freund und Helfer" gehandelt hat. Da die Bezeichnung "E8" nicht die mittlerweile gute Beziehung zwischen Bussard und Polizei widerspiegelte, tauften die Beamten den Vogel auf den Namen "Hermann". "Hermann" konnte ohne größeren Widerstand in eine Decke gewickelt werden und zur Polizeiwache Melle verbracht werden."

Auf der Polizeiwache Melle gab es ein großes Hallo und eine länderübergreifende Hilfe. Die niedersächsischen Polizisten begrüßten ihre Kollegen aus Westfalen mit den Worten: "Habt ihr einen Vogel?" Nach der wahrheitsgemäßen Antwort: "Ja, aber einen großen!" und einem kurzen Übergabegespräch wurde "Hermann" an einen Vertreter der "Artenschutz-Betreuungsstation Osnabrück e. V." übergeben. 

Laut der Station war der Greifvogel bei der Einlieferung in einem schlechten Zustand. Zum Abklingen einer Gehirnerschütterung und Prellung muss er noch einige Tage in der Station tierärztlich behandelt werden und soll dann nach vollständiger Genesung und Flugtests in einer Rehabilitationsvoliere wieder ausgewildert werden.

Quelle: wa.de

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