Von tiefgekühlt bis vegan: Ernährungsmesse "Anuga" gestartet

Auf der internationalen Ernährungsmesse "Anuga" in Köln dreht sich noch bis Mittwoch alles um die größten Trends bei Lebensmitteln.

Köln - Vegan, halal oder glutenfrei: Auf der internationalen Ernährungsmesse "Anuga" in Köln dreht sich noch bis Mittwoch alles um die größten Trends bei Lebensmitteln. Mit vielen Neuheiten passt sich die Branche auch einem Verbraucher unter Zeitdruck an.

Mit so vielen Ausstellern wie noch nie ist am Samstag die weltgrößte Ernährungsmesse "Anuga" gestartet. Mehr als 7000 Anbieter aus 108 Ländern tischen dem Fachpublikum in den Kölner Messehallen noch bis zum 14. Oktober eine breite Palette an Trends bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken auf. Ein Topthema sind die boomenden veganen Lebensmittel sowie die stark nachgefragten vegetarischen, Bio- und fair gehandelten Produkte. Auch spezielle "Free-From" Waren - etwa ohne Laktose oder Gluten - liegen im Trend, nicht nur bei Allergikern.

Vor allem passen sich viele Angebote an den wachsenden Zeitdruck der Verbraucher an, die immer weniger kochen und häufiger draußen essen, wie eine Studie von Ernährungsindustrie (BVE) und GfK-Konsumforschern ergeben hatte. So werden bis zum 14. Oktober auch viele Neuheiten aus den Bereichen Convenience und "Ready-To-Cook" angeboten, also bequem zuzubereitende oder kochfertige Produkte. Eine Bühne bekommen auch Tiefkühlkost, Gourmetprodukte oder auch Halal-Lebensmittel für Muslime. Partnerland ist in diesem Jahr Griechenland.

Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln fördern

Auf der internationalen Ernährungsmesse "Anuga" in Köln dreht sich noch bis Mittwoch alles um die größten Trends bei Lebensmitteln.

Zum Auftakt der Fachmesse beklagte Bundesernährungsminister Christian Schmidt die mangelnde Wertschätzung für Lebensmittel in der Gesellschaft. "Es ist nicht hinnehmbar, dass weltweit rund ein Drittel der Lebensmittel zwischen Feld und Teller verloren gehen", sagte der CSU-Politiker in seiner Eröffnungsrede. Um Verschwendung zu verhindern, müsse vor allem das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln gefördert werden. Hier sieht er auch die Bildungseinrichtungen in der Pflicht: "Ernährung gehört in den Stundenplan, am besten mit einem eigenen Fach", regte er an.

Inlandsmarkt gesättigt

In Deutschland geben Haushalte nach Angaben des Handelsverband BVLH durchschnittlich 296 Euro im Monat für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke aus. Die Preise sollen auch 2016 nur leicht steigen. Der Inlandsmarkt gilt als gesättigt und umkämpft. Die Ernährungsindustrie musste im ersten Halbjahr 2015 ein reales Umsatzminus von 2,1 Prozent auf knapp 82 Milliarden Euro verdauen. Sie ist mit 5800 Betrieben und 560 000 Beschäftigten der drittgrößte Industriezweig hierzulande. - dpa

Quelle: wa.de

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