Zoom Erlebniswelt kooperiert in Sachen Zucht mit französischem Zoo

Tausch der Nashorn-Bullen schafft neuen Anreiz für die Weibchen 

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Gelsenkirchen - In dieser Woche wurden gleich zweimal tonnenschwere Transportkisten mit dem Kran in der Erlebniswelt Afrika hin und her gewuchtet. Nashornbulle Lekuru verließ die Zoom Erlebniswelt laut Pressemitteilung in Richtung Frankreich und tauschte sein Zuhause in Gelsenkirchen mit Artgenosse Rimbo aus Frankreich. Grund für den Austausch der Bullen sei die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zucht hier wie dort, heißt es.

Lekuru wurde demnach seit mehreren Wochen auf seine Reise ins französische La Barben vorbereitet. Weiter heißt es in der Pressemitteilung:

"Um ihn an den bevorstehenden Transport zu gewöhnen, absolvierte der 12-jährige Bulle ein Kistentraining. Hierfür wurde er von den beiden Weibchen Cera und Tamu getrennt im Stall gehalten. Die Kiste wurde bereits vor einigen Wochen vor den Stall gestellt und immer wieder mit Leckereien bestückt, damit Lekuru sich hinein wagte.

Am Dienstag, dem Tag des Transportes, brauchte Lekuru dank dieses Trainings nur wenige Minuten, bis er in der gut zwei Tonnen schweren Transportkiste verschwand, um seine Pellets zu futtern. Als sich die Schieber der Kiste schlossen, war er zwar etwas unruhig, allerdings konnten die ihm vertrauten Tierpfleger ihn durch gutes Zureden schnell beruhigen und er legte sich in der Kiste hin. Mit einem mobilen Kran konnte Lekuru dann auf den Transporter gehoben werden.

Mit dem erfahrenen Tiertransporteur Ekipa ging es in rund 14 Stunden Fahrt nach Südfrankreich. In den Pausen wurde der Nashornbulle immer wieder überprüft. Die schwere Last erreichte mit Hilfe des Tiertransporteurs, der rund 20 bis 30 Nashörner pro Jahr durch Europa fährt, sicher ihr Ziel.

Zwei Tage später erreichte auch Rimbo, der Bulle aus dem französischen Zoo, sein neues zu Hause in Gelsenkirchen. Das 12-jährige Nashorn wurde in der Transportkiste ebenfalls mit einem Kran am Eingang seiner neuen Innenanlage platziert und fand schnell den Weg in den Stall. Hier wird das 2,6 Tonnen schwere Tier nun 14 Tage in Quarantäne verbringen und dabei schon langsam Bekanntschaft mit seinen zwei neuen Weibchen machen können.

Grund für den Austausch der Bullen ist die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zucht. Tamu und Cera, die beiden Weibchen aus Gelsenkirchen, hatten seit gut zwei Jahren keinen Zyklus mehr. Dies kommt bei weiblichen Nashörnern vor, wenn sie eng und lange mit dem Bullen zusammenleben. Der neue Bulle Rimbo hatte ebenso wenig Glück bei seinen französischen Frauen. Die deutsch-französische Liaison lässt nun auf Nachwuchs hoffen." - eB

Quelle: wa.de

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