Hilferuf in Sachen Flüchtlingsunterbringung

Südwestfälische Landräte schreiben Briefe an Merkel und Kraft

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft haben Post von den fünf südwestfälischen Landräten bekommen.

Südwestfalen - „Unsere Kapazitäten sind erschöpft, die Helfer längst an ihre Leistungsgrenze gestoßen.“ Mit diesem Hilferuf haben sich die Landräte der fünf südwestfälischen Kreise (Soest, MK, HSK, Olpe und Siegen-Wittgenstein) an Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsidentin Kraft gewandt.

Die Landräte bitten, rasch tätig zu werden, um den „gegenwärtigen Zustrom von Flüchtlingen schnell und effektiv zu verringern“.

Soests Landrätin Eva Irrgang und ihre Kollegen berichten von 18.000 Flüchtlingen, die sie in den Kreisen Soest, Hochsauerland, Olpe, Siegen und im Märkischen Kreis aufgenommen haben.

Mitarbeiter aus den Kreishäusern hätten mitanpacken müssen, Notunterkünfte – oft nur mit drei Tagen Vorwarnung – aus dem Boden zu stampfen. Die eigentliche Arbeit der Verwaltungsmitarbeíter sei liegen geblieben. Denn es gelinge immer weniger, Betreiber für Notunterkünfte zu finden.

Hier lesen Sie den gesamten Brief (pdf-Datei)

„Die gegenwärtige Situation von faktisch offenen Grenzen überfordert unsere Aufnahmefähigkeit und –bereitschaft“, heißt es wörtlich in dem Landrats-Schreiben. „Unsere Sorge ist, dass eine ungebremste Fortsetzung des ungeordneten und ungesteuerten Flüchtlingszustroms den inneren Frieden unseres Landes gefährdet sowie die radikalen und extremistischen Kräfte stärkt.“

Statt nur zu sagen „Wir schaffen das“, wie es Merkel getan hat, müsse „genauso klar“ hinzugefügt werden, dass Aufnahmekapazitäten und Möglichkeiten begrenzt seien.

Neben Irrgang haben die Landräte Karl Schneider (Hochsauerland), Thomas Gemke (Märkischer Kreis), Frank Beckehoff (Olpe) und Andreas Müller (Siegen) den Brief an Merkel und Kraft verfasst.

Quelle: wa.de

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