Statistik: Zahl rechter Gewalttaten in NRW besonders hoch

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Düsseldorf/Berlin - Nirgendwo in Westdeutschland gibt es mehr rechtsextreme Gewalttaten als in Nordrhein-Westfalen. Statistisch betrachtet gab es 2014 gut zwei rechtsextreme Übergriffe je 100 000 Einwohner. Grund für den Anstieg seien vor allem die Hogesa-Krawalle im Oktober 2014.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor. Nur in Berlin und den ostdeutschen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen waren die Zahlen noch höher.

2013 hatte es in NRW statistisch noch etwas mehr als eine Gewalttat von Neonazis je 100 000 Einwohner gegeben - diese Zahl hat sich also im Laufe eines Jahres etwa verdoppelt.

Dafür gebe es aber vor allem eine Ursache, erläuterte das NRW-Innenministerium: die spektakulären Hogesa-Krawalle vom vergangenen Oktober in Köln. Damals hatten sich rund 4800 Hooligans und Rechtsextreme mitten in der Dom-Stadt Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Dabei waren 49 Beamte verletzt worden.

In Köln warten noch mehr als 20 Angeklagte auf ihren Prozess. Allein aus dem Umfeld dieser Krawalle Ende Oktober stammten 175 der in der Statistik genannten Straftaten, stellte das Innenministerium fest. - dpa/Inw

Quelle: wa.de

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