Virus bisher nur bei zwei Wildvögeln nachgewiesen

Vogelgrippe in NRW bisher nicht auf Nutztiere übergesprungen

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[Update 16.24 Uhr] Düsseldorf - Die Stallpflicht soll ein Übergreifen der Vogelgrippe auf die Nutztierbestände in Nordrhein-Westfalen verhindern. Das gefährliche Virus wurde bisher nur bei zwei Wildvögeln nachgewiesen. In Deutschland breitet sich die Krankheit derweil weiter aus.

Das Düsseldorfer Umweltministerium hat weiterhin keine Hinweise darauf, dass in NRW von der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie auch Hausgeflügelbestände betroffen sind. 

In den vergangenen Tagen war bei zwei Wildvögeln im Kreis Wesel und am Hengsteysee in Hagen das Geflügelpest-Virus H5N8 nachgewiesen worden. In mittlerweile 24 Kreisen und kreisfreien Städten, die als Risikogebiete gelten, wurde gebietsweise oder flächendeckend eine Stallpflicht für Hausgeflügel angeordnet. 

Zu den Risikogebieten zählen etwa Sammelplätze von Zugvögeln sowie Rast- und Ruheplätze an Seen und Flüssen. Geflügelschauen sind verboten. Das Virus ist bei Hausgeflügel hochansteckend, für den Menschen jedoch ungefährlich. 

Bei einer am Hengsteysee gefundenen toten Ente war am Sonntag das Virus nachgewiesen worden. Es seien Untersuchungen aller Betriebe im Umkreis von drei Kilometern angeordnet worden, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Betroffen sind Geflügelbestände in Dortmund und Hagen sowie im Ennepe-Ruhr-Kreis. Vorher war ein Bussard bei Xanten (Kreis Wesel) vom Friedrich-Löffler-Institut positiv auf das Virus getestet worden.

Geprüft wird, ob sich das Virus bereits in den Beständen ausgebreitet hat. "Ist das nicht der Fall, werden auch keine gesunden Tiere getötet", sagte der Sprecher weiter. 

Erstmals war die H5N8-Variante der aktuellen Epidemie in Deutschland am 8. November in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Mittlerweile wurde der Erreger nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems bei Wildvögeln in elf Bundesländern nachgewiesen. 

In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind auch Nutzgeflügelbestände betroffen. Am Dienstag will erneut der zentrale Krisenstab beraten, dem Vertreter von Bund und Ländern, Tierärzte und Experten angehören. Dabei dürfte auch eine mögliche bundesweite Stallpflicht auf die Agenda kommen. - dpa

Quelle: wa.de

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