Sicherheit auf Weihnachtsmärkten: NRW verstärkt Polizeipräsenz

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Düsseldorf - Auf den Weihnachtsmärkten in NRW sollen die Sicherheitsmaßnahmen angesichts der Terrorgefahr auch in diesem Jahr streng sein. In einigen Städten haben die Betreiber die Vorkehrungen noch einmal verschärft.

Auch die Polizei will massive Präsenz zeigen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Dennoch machen sich die Marktbetreiber nach eigenen Angaben keine Sorgen wegen der Sicherheitslage.

Spätestens seit der Anschläge in Paris im vergangenen Jahr herrscht unter den Betreibern der Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen eine starke Sensibilität für Sicherheitsfragen. Ein Beispiel ist der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom: Die Kölner Weihnachtsgesellschaft habe ihre privaten Sicherheitsdienste dieses Jahr noch einmal aufgestockt, sagte Geschäftsführerin Monika Flocke. Dass Besucher wegbleiben können, fürchtet sie nicht. "Der Weihnachtsmarkt ist ein Bestandteil der Adventszeit und gehört zum Familienleben."

Im verstärkten Einsatz wird dieses Jahr vor allem die Kölner Polizei sein. Sie verfolgt seit den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht ein neues Konzept, das sich auch auf die Weihnachtsmärkte auswirken wird. Es seien mehr zivile Kräfte und eine erhöhte Zahl an Polizeistreifen unterwegs. Das wirke sich insgesamt positiv auf die Sicherheitslage auf, sagte ein Polizeisprecher. "Seit der Einführung des Konzeptes konnten wir einen erheblichen Rückgang der Taschendiebstähle verzeichnen."

Dass es bei der erhöhten Polizeipräsenz nicht nur um Terrorabwehr, sondern auch um Diebstahlprävention gehe, betonte auch Anne Providence, eine Sprecherin der Polizei Münster. "Wir zeigen auf dem Weihnachtsmarkt Präsenz - sowohl uniformiert als auch zivil." Gleichzeitig würden Ereignisse wie der Anschlag von Nizza "nicht außer Acht gelassen".

Die Polizei in anderen NRW-Städten zeigte sich ebenso sensibel für die Ängste aus der Bevölkerung. "Natürlich haben wir die Ereignisse aus der Vergangenheit in unser Konzept aufgenommen", heißt es aus Essen. In Aachener wurde das Konzept laut Polizei "noch einmal verbessert". In Düsseldorf seien ebenfalls "starke Kräfte vor Ort".

Die Betreiber der Weihnachtsmärkte in Düsseldorf, Essen, Aachen und Münster haben ihre Sicherheitsmaßnahmen schon im vergangenen Jahr verstärkt. Vor allem seien mehr private Sicherheitsleute eingestellt worden. "Sämtliche "Was wäre wenn"-Szenarien wurden durchgespielt", sagte Amelie Hoff, die Leiterin der Marketingabteilung für den Essener Weihnachtsmarkt.

Sorgen um sinkende Besucherzahlen machen sich die Betreiber nicht. "Unsere Buchungszahlen und Diskussionen in den sozialen Netzwerken zeigen, dass die Leute sich sehr auf den Weihnachtsmarkt freuen", sagte etwa Sandra Skrzynska, die Pressesprecherin der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH.

Quelle: wa.de

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