Auch andere Veranstaltungen betroffen

Schutz vor Vogelgrippe: NRW verbietet Geflügelausstellungen

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Geflügelausstellungen sind vorerst verboten.

NRW - Als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe (H5N8) hat das Ministerium für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW am Mittwoch Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte und ähnliche Veranstaltungen verboten.

Der Veterinärdienst des Kreises hat ein Verbot von Geflügelausstellungen und Geflügelmärkten sowie ähnlichen Veranstaltungen ausgesprochen. Eine Allgemeinverfügung ist in Vorbereitung, der Vorsitzende des Kreisverbands Soest der Rassegeflügelzüchter wurde bereits direkt informiert.

Die Kreis-Veterinärbehörde Unna hat ebenfalls eine entsprechende Tierseuchenverfügung erlassen. Nach dem Ausbruch der Geflügelinfluenza in Teilen Deutschlands ordnete das NRW-Umweltministerium bereits am Dienstag, 15. November, für verschiedene Risikogebiete die Stallpflicht für Nutzgeflügelbestände an.

Aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr der  Vogelgrippe werden Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte und ähnliche Veranstaltungen bis auf weiteres verboten. Betroffene Betriebe oder Ausrichter von Geflügelschauen wurden bereits hierüber informiert.

Was ist die Vogelgrippe / aviäre Influenza (AI)?

Die Vogelgrippe wird auch aviäre Influenza (AI) oder Geflügelinfluenza genannt. Bei der Geflügelinfluenza handelt es sich um eine hochansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Puten. Viele andere Vögel sind ebenfalls empfänglich.

Da die Influenzaviren in Wildvögeln überleben können, kann es immer wieder zu Ausbrüchen der AI kommen, die gelegentlich - auch bei Einhaltung aller Schutzmaßnahmen - auf Hausgeflügelbestände übergreifen können.

Was sind die Symptome?

Die Geflügelpest ist eine hoch akut verlaufende, fieberhafte Viruserkrankung, die sich sehr schnell über größere Gebiete ausbreitet. Nach einer Inkubationszeit von wenigen Stunden bis hin zu maximal 21 Tagen erkranken die Tiere. Die Seuche verläuft danach schnell und endet meist tödlich.

Betroffene Tiere zeigen folgende Symptome: 

- hohes Fieber 

- Appetitlosigkeit 

- drastischer Rückgang der Legeleistung 

- hochgradige Apathie 

- Atemnot 

- ausgeprägtes Kropfödem 

- Blaufärbung von Kamm und Kehllappen 

- wässrig-schleimiger, grünlicher Durchfall

Ist die Geflügelpest ein Risiko für die menschliche Gesundheit?

Bisher sind keine Fälle von HPAIV H5N8 Infektionen beim Menschen bekannt. Verlässliche Aussagen zur Virulenz des Erregers für den Menschen sind derzeit nicht möglich, da sich das Virus verändert haben könnte.

Darf man in einem Seuchenfall weiter Geflügel und Eier essen?

Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist unbedenklich. Selbst bei einer Infektion von Hausgeflügelbeständen ist für den Verbraucher keine Gefahr zu erwarten, weil das Virus bereits bei +70° Celsius - und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung - sicher abgetötet wird.

Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde?

Generell sollten tote oder kranke Vögel nicht angefasst oder mitgenommen werden. Im Kreislauf der Natur ist das Sterben einzelner Tiere ein normaler Vorgang. Besonders im Winter sterben alte und kranke Tiere durch Kälte oder durch schlechte Ernährung häufiger als in anderen Jahreszeiten. Deshalb muss nicht jeder tote Vogel an Geflügelpest gestorben sein! Erst wenn mehrere Vögel deutlich krank erscheinen oder an einer Stelle tot gefunden werden, sollten Sie das zuständige Veterinäramt oder die Polizei benachrichtigen. - eB

Quelle: wa.de

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