Erkenntnisse zum Tod von Delfinbaby in Duisburger Zoo

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Symbolfoto

[UPDATE 12.45] Duisburg - Im Duisburger Zoo war am Sonntagmittag plötzlich ein kleines Delfinbaby gestorben. Nach ersten Erkenntnissen erlag es einer Lungenentzündung.

Der nur kurze Zeit nach seiner Geburt gestorbene Duisburger Delfin ist nach Angaben des Zoos sehr wahrscheinlich einer Lungenentzündung erlegen.

Darauf deuteten erste Befunde der pathologischen Untersuchung an einer tierärztliche Hochschule hin, teilte Zoodirektor Achim Winkler am Dienstag mit.

"Aufgrund des unterentwickelten Immunsystems neugeborener Delfine besteht in den ersten Lebenswochen der Jungdelfine leider eine erhöhte Gefahr für die Entwicklung einer Infektion", heißt es in einer Mitteilung Winklers.

Am Sonntagmittag gegen 13.30 Uhr habe das kleine Delfinbaby von Pepina ganz plötzlich aufgehört, zu atmen, meldete der Zoo auf seiner Webseite bereits am Montag. Seit der Geburt des Babys vor einer Woche habe absolut nichts auf eine Erkrankung hingedeutet, hieß es weiter.

"Im Gegenteil, das kleine Mädchen, das bei seiner Geburt 18,2 kg wog, hatte innerhalb einer Woche bereits 3,2 kg zugenommen... Atem- und Säugeverhalten waren ohne Auffälligkeiten und auch die erfahrene Mutter Pepina verhielt sich vorbildlich", schrieben die Zoo-Mitarbeiter.

Auch die tägliche Untersuchung inklusive Blutentnahme habe auf einen hoffnungsvollen Weg hingewiesen. Gerade hier sei ein hoher Antikörperspiegel auffällig, der auf eine ausreichende Aufnahme der wertvollen ersten Muttermilch in den ersten Lebensstunden hinweise, hieß es weiter.

Auch der mehrfach erfasste Cortisolspiegel habe auf ein sehr entspanntes Kalb hingewiesen, das bei jeder Untersuchung von der Mutter in unmittelbarer Nähe betreut wurde. Jeden Tag hätten sich die Mitarbeiter an der tollen Entwicklung erfreut.

"Am Sonntagmittag verlief alles binnen Sekunden. Das Jungtier kam plötzlich schnellatmend zur Wasseroberfläche und verstarb unmittelbar. Eine sofortige Wiederbelebung und Behandlung durch Tierpfleger und Tierärztin vor Ort blieben erfolglos", beschrieben die Verantwortlichen das traurige Geschehen.

Die Tatsache, dass auch im Freiland aufgrund des nicht gegebenen Immunitätsstatus neugeborener Delfine eine dramatisch hohe Jungtiersterblichkeit als populationsregulierender Faktor gegeben sei, stelle für den Zoo keinen Trost dar, zumal die Zoomitarbeiter nun wieder befürchten müssten, sich gegenüber haltlosen Anschuldigungen selbsternannter Delfinschützer behaupten zu müssen, stand in der Meldung.

Nach fünf erfolgreichen Delfinaufzuchten der letzten Jahre stelle dieser Todesfall seit langem mal wieder ein trauriges Ereignis im Delfinarium dar. - eB

Quelle: wa.de

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