Schauplatz Olsberg im Sauerland

20-Jähriger flieht nach Griechenland: Haftbefehl wegen Mordes

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[Update 16.17 Uhr] Olsberg - Das Mehrfamilienhaus liegt in einem ruhigen Wohngebiet. Mitten in der Nacht ertönt ein Schrei. Kurz darauf findet die Polizei einen Toten. Der mutmaßliche Täter taucht wenige Stunden später in Griechenland auf.

Der nach seiner Flucht in Griechenland festgenommene 20-Jährige aus dem Sauerland steht unter Mordverdacht. Er soll in der Nacht zum Sonntag in einem Mehrfamilienhaus in Olsberg einen 48-jährigen Mann getötet haben. 

Das Amtsgericht Arnsberg habe gegen den Deutschen Haftbefehl wegen Mordes erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Ein Auslieferungsersuchen an Griechenland werde gestellt. 

Der 20-Jährige war nach der Tat von München nach Thessaloniki in Griechenland geflogen. Dort sei er durch die Zusammenarbeit der griechischen und der deutschen Polizei bei seiner Ankunft festgenommen worden. Er befinde sich aufgrund einer Anordnung des zuständigen Gerichts in Thessaloniki in Haft. 

Nachbarn hatten am Sonntag gegen 2.30 Uhr Kampfgeräusche und einen Schrei im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses gehört und die Polizei alarmiert. Als nur vier Minuten später eine Polizeistreife eintraf, war der 48-Jährige tot, von einem Täter fehlte zunächst jede Spur. 

Die Obduktion habe bestätigt, dass der 48-Jährige einem Gewaltdelikt zum Opfer gefallen sei, teilten die Ermittler mit. Angaben zum Tathergang und den Hintergründen machten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht. Eine Polizeisprecherin hatte am Sonntag gesagt, der Tatverdächtige stamme aus dem familiären Umfeld des Opfers. - dpa

Quelle: wa.de

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