Rückschlag für Gladbecker Geiselnehmer im Kampf gegen Verfilmung

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Die Geiselnahme von Gladbeck war ein großes Medienereignis. 

Köln - Der inhaftierte Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner hat in seinem Kampf gegen eine Verfilmung des Gladbecker Geiseldramas einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Oberlandesgericht Köln bestätigte eine Entscheidung des Landgerichts Aachen, wie es am Freitag mitteilte.

Rösner hatte dort einen Antrag auf Prozesskostenhilfe gestellt, um gegen den geplanten Film vorgehen zu können. 

Das Landgericht Aachen wies diesen zurück, das OLG entschied nun ebenso. Seine Erfolgsaussichten, mit einer einstweiligen Verfügung den Film noch zu stoppen, seien nicht groß genug. 

Es sei zwischen Persönlichkeitsrechten und der Meinungs- und Kunstfreiheit abgewogen worden, erklärte das OLG seine Entscheidung. Dabei sei berücksichtigt worden, dass es sich um eine spektakuläre, in der Geschichte Deutschlands einzigartige Tat handle, die untrennbar mit den Namen der Täter verbunden sei. 

Insbesondere wegen der Einbeziehung der Medien sei sie in Erinnerung geblieben und die Namen auch in öffentlichen Archiven zu finden. Rösner habe keinen Anspruch darauf, einen Film darüber zu verbieten.

dpa

Quelle: wa.de

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