Haftstrafe nach Japan-Reise

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Symbolbild.

Bad Salzuflen - Acht Jahre Haft und eine dicke Geldstrafe. Für einen Rentner aus dem Kreis Lippe endet eine Japan-Reise im Gefängnis. Der Zoll fand Drogen bei ihm. Seine Familie betont, er sei auf Kriminelle reingefallen.

Ein Rentner aus Bad Salzuflen ist in Japan zu neun Jahren Haft wegen Drogenschmuggels verurteilt worden. Das Auswärtige Amt bestätigte einen Zeitungsbericht über die Entscheidung des Gerichts in Hiroshima. "Das deutsche Generalkonsulat in Osaka betreut den Betroffenen konsularisch und steht sowohl mit dem Betroffenen als auch mit dessen Angehörigen in Kontakt", erklärte eine Sprecherin.

Zollkontrolle in Japan

Der 67-Jährige war im Februar bei einer Zollkontrolle durch japanische Beamte festgenommen worden. Nach Darstellung seiner Familie ist der Mann aus dem Kreis Lippe allerdings ohne sein Wissen als Drogenkurier missbraucht worden. Der Rentner sei auf ein Gewinnversprechen in der Post hereingefallen. Ein reicher Japaner solle verfügt haben, dass sein Vermögen an Bedürftige in der ganzen Welt verteilt wird. Auf den Rentner würden in Japan 50 000 Euro warten. Warnungen seiner Kinder habe der Mann ausgeschlagen, als ihm ein Flugticket und eine Hotelreservierung zugeschickt wurden.

Laut der Darstellung seiner Kinder überreichte eine Frau dem Familienvater auf dem Weg über Hongkong und Shanghai auf einem der Flughäfen eine Tasche. Darin seien Geschenke für Frau und Kinder. Ohne dies zu prüfen, sei der 67-Jährige durch die Zollkontrolle gegangen, bei der Drogen gefunden wurden. Neben der Haftstrafe verurteilte das Gericht den Mann zu einer Geldstrafe von 25 000 Euro. - dpa

Quelle: wa.de

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