Szenen wie aus einem Action-Film

Motorrad-Fahrer im Gleis zwingen Regionalbahn zur Schnellbremsung

+

Wanne-Eickel/Dortmund/Dorsten - Es wird derzeit kein neuer James-Bond-Film im Ruhrgebiet gedreht - auch wenn die Szenen am Montagabend in Wanne-Eickel stark daran erinnerten. Vier Motorräder düsten über die Gleise, dahinter eine Regionalbahn, die der Lokführer mit einer Schnellbremsung zum Halten brachte. Verletzt wurde zum Glück niemand. 

Montagabend gegen 19.50 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen Gelsenkirchen-Zoo und Wanne-Eickel: Der Lokführer der Nordwestbahn befand sich mit der RB 43 auf dem Weg von Dorsten nach Dortmund. Im Bereich der Thiesstraße in Wanne-Eickel erkannte vier Motocross-Maschinen, die vor dem Zug in gleicher Richtung unterwegs waren.

Der 37-jährige Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Die Motorradfahrer bemerkten den Zug und fuhren mit ihre Maschinen aus den Gleisen in ein angrenzendes Gebüsch. Dort klappten sie nach Aussage des 37-Jährigen ihre Kennzeichen hoch, damit sie nicht abgelesen werden konnten. Trotzdem konnte er sich zwei Kennzeichen notieren. Anschließend entfernten sich die Motorräder von den Gleisen in unbekannte Richtung.

Durch die Schnellbremsung kam nach derzeitigem Kenntnisstand niemand im Zug zu Schaden. Auch der Zug selber wurde nicht beschädigt.

Die Bundespolizei konnte anhand der notierten Kennzeichen zwei Fahrzeughalter ermitteln. Ob sie ihre Maschinen zum Tatzeitpunkt gefahren sind, müssen nun weitere Ermittlungen ergeben.

Zeugen, die Hinweise zu den Motocross-Fahrern geben können, die sich am 2. Mai gegen 19.50 Uhr im Bereich der Thiesstraße in Wanne-Eickel, an der dortigen Bahnstrecke aufgehalten haben, werden gebeten sich mit der Bundespolizei unter der kostenlosen Servicenummer 0800 6 888 000 in Verbindung zu setzen.

Die Bundespolizei weist daraufhin, dass jeder Aufenthalt im Gleisbereich, mit tödlichen Gefahren verbunden ist und in der Regel den Straftatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllen kann. Nicht umsonst wird diese Norm mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe sanktioniert.

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare