Schlussvorträge wohl am Freitag

Prozess um Brandanschlag in Altena vor dem Ende

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Der Prozess um den Brandanschlag auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus in Altena geht dem Ende entgegen.

Hagen - Der Prozess um den Brandanschlag auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus in Altena geht dem Ende entgegen. An diesem Freitag (2. September) könnten die Schlussvorträge gehalten werden, sagte ein Gerichtssprecher. Das Urteil könne am 12. September folgen.

Die beiden 25 und 23 Jahre alten Angeklagten müssen sich wegen des Anschlages am 3. Oktober 2015 wegen Mordversuchs und schwerer Brandstiftung verantworten.

Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der ehemalige Feuerwehrmann und sein zwei Jahre jüngerer Komplize "aus Furcht vor Fremden" zu Brandstiftern wurden. Im Laufe des Prozesses fand die Nebenklage dann auf den Handys des Duos Hinweise auf rechte Gesinnung und Fremdenhass. Den Ermittlern des Staatsschutzes, die die Täter zwar schnell gefunden hatten, waren diese Beweise nicht aufgefallen. 

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Deshalb ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft gegen zwei Beamte der Unterabteilung Staatsschutz bei der Hagener Polizei wegen "versuchter Strafvereitelung im Amt". Die Ermittlungen sollen aber erst nach der Urteilsverkündung im Brandstifter-Prozess richtig beginnen. Dass es sich zumindest um eine Ermittlungspanne handele und "etwas schief gelaufen" sei, sei aber klar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen. Die strafrechtliche Relevanz dieser Fehler müsse geprüft werden. - dpa

Quelle: wa.de

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