Polizei in Unna gelingt Schlag gegen überregional agierende Einbrecherbande

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Kreis Unna - Die Ermittlungskommission Wohnung der Kreispolizeibehörde Unna konnte nach umfangreichen Ermittlungen einen kroatischen Staatsangehörigen als Täter für eine Vielzahl an Wohnungseinbrüchen überführen.

Die Tatorte befinden sich in den Kreisen Soest, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis und Unna.

Den Ermittlungen zufolge hatte sich der bereits umfangreich, einschlägig in Erscheinung getretene Beschuldigte darauf spezialisiert, in der Nachtzeit Einfamilienhäuser aufzusuchen, vor denen hochwertige Pkw geparkt standen, um diese dann zu entwenden.

Durch die vor dem Haus stehenden Fahrzeuge musste er davon ausgehen, dass die Hauseigentümer während der Tatzeit im Haus schliefen, was er stets in Kauf nahm. Um in die Tatobjekte zu gelangen, bohrte er in fast allen Fällen ein Loch in eine rückwärtige gelegene Tür, um dann durch Einführen eines Spezialwerkzeugs den Verriegelungshebel umzulegen. Nachdem er sich so Zugang verschaffte, konnte er die meist offen abgelegten Pkw Schlüssel an sich nehmen um mit diesen dann die Fahrzeuge zu entwenden.

Aufgrund von gezielten Überwachungsmaßnahmen konnte der Beschuldigte im Anschluss an eine Tat im Sauerland, wo er einen Pkw Audi A 6 nach einem Wohnungseinbruch entwendete, an seiner Anlaufstelle in Schwelm festgenommen werden. Dort konnte auch der zuvor entwendete Audi aufgefunden werden.

Die bei den daraufhin durchgeführten Durchsuchungen aufgefundenen Aufzeichnungen lassen davon ausgehen, dass er die Tatorte umfassend ausbaldowerte. Ferner wurde bei den Durchsuchungen Diebesgut aus Wohnungseinbrüchen aufgefunden und sichergestellt. Der Beschuldigte zeigte ich im Verlauf der Vernehmungen kooperativ und räumte eine Vielzahl an Straftaten ein.

Dabei beschrieb er genau seine Vorgehensweise und die dabei benutzten, zum Teil selbst hergestellten Werkzeuge. Hinsichtlich der bei Tatausführung anwesenden Geschädigten habe er nie Gewalt angewendet und hätte dieses bei einem unverhofften Kontakt auch nie vorgehabt. Zurzeit verbüßt der 42 jährige Kroate, der keinen angemeldeten Wohnsitz in Deutschland hat, eine Haftstrafe aus einem früheren Verfahren.

Den Ermittlungen zufolge werden ihm zurzeit 29 Wohnungseinbrüche mit insgesamt 28 entwendeten Pkw vorgeworfen. Zahlreiche dieser Tatorte liegen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Unna. Da für die Ausführung dieser Delikte eine umfangreiche Logistik erforderlich ist, wird hier von einer bandenmäßigen Begehungsweise ausgegangen. Die Ermittlungen gegen den Festgenommen und seine mutmaßlichen Mittäter werden weiter geführt.

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Quelle: wa.de

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