Keine weiteren Taten am Wochenende in Ahlen

Übergriffe in Notunterkünften: Verfahren gegen sieben Personen 

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Ahlen - Die massenhafte Zuweisung von Asylbewerbern nordafrikanischer Herkunft in die beiden Notunterkünfte in Ahlen hat in der vergangenen Woche die Hammer Nachbarstadt in die Schlagzeilen gebracht.

Rund 230 zumeist Marokkaner hatten seit ihrer Ankunft fortwährend für Ärger und zahlreiche Polizeieinsätze gesorgt. Sie waren am Montag von der Registrierungsstelle in Herford nach Ahlen gebracht worden. Bereits am Donnerstag hatte die örtliche Polizei öffentlich Alarm geschlagen und auf die Streitigkeiten zwischen den teilweise stark alkoholisierten Zuwanderern hingewiesen. Es soll zu mehreren Dutzend Straftaten gekommen sein, hieß es.

Am Montag schlüsselte die Warendorfer Kreispolizei die Zahlen auf. Aktenkundig wurden drei Ladendiebstähle, drei Körperverletzungsdelikte, drei Diebstähle innerhalb der Unterkünfte und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Außerdem wird in sieben Fällen wegen des Verdachts auf unerlaubten Aufenthalt in der Bundesrepublik sowie in sechs Fällen wegen Verdachts auf Sozialleistungsbetrugs ermittelt. Die dazugehörigen Verfahren richten sich bislang gegen sieben Personen.

Am Wochenende seien keine weiteren Taten hinzugekommen, so eine Polizeisprecherin. Ahlens Bürgermeister, Dr. Alexander Berger, kündigte an, dass die rund 230 Nordafrikaner die Stadt voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen wieder verlassen und anderen Kommunen zugewiesen werden. „Anders als die sonst in den Unterkünften untergebrachten Flüchtlinge aus akuten Kriegs- und Krisengebieten, sind die Nordafrikaner nach derzeitigem Erkenntnisstand seit mehreren Jahren in Europa vagabundierend unterwegs“, so Berger.

Anscheinend handele es sich nicht um eine organisierte Einheit, vielmehr gelinge es den einzelnen Personen nach Ortswechseln, sich schnell wieder anderen Gruppen anzuschließen. Nach Darstellung des Stadtoberhaupts hätten einige von ihnen schon im Herkunftsland keine Identifikationspapiere besessen. Andere verfügten über mehrere widersprüchliche Dokumente.

Ahlen betreut aktuell 292 zugewiesene Asylbewerber. Hinzu kommen 850 Plätze in den Notunterkünften in der Bodelschwinghschule und der Westfalenkaserne, die auf das Ahlener Kontigent angerechnet werden sowie 91 abgelehnte Asylbewerber, die nicht angerechnet werden. Bislang wurden in Ahlen 15 Asylbewerber aus Marokko, Tunesien und Algerien betreut. Mittlerweile hat die Bezirksregierung Arnsberg eingeräumt, dass die gleichzeitige Zuweisung von 230 Nordafrikanern ein Fehler war.

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Quelle: wa.de

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