Landeskriminalamt startet Kampagne gegen "Fake-Shops"

Online-Betrüger machen Kasse auf falschen Verkaufsplattformen

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Düsseldorf - Internet-Verkaufplattformen boomen, vor allem jetzt in den Wochen vor Weihnachten. Das machen sich auch Betrüger zu Nutze und stellen so genannte "Fake-Shops" online, die den echten Plattformen nachempfunden sind und täuschend ähnlich aussehen - allein: Zu kaufen gibt's hier nichts. Oder Schrott.

65,5 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung hat 2015 im Internet eingekauft. Umso verlockender ist der Markt auch für Kriminelle. Das Landeskrimalamt und die Verbraucherzentrale NRW haben jetzt die gemeinsame Kampagne "Achtung! Täuschend echt!" gegen den Betrug in den Fake-Shops gestartet. 

Das Vorgehen der Betrüger: Sie ändern eine bekannte real existierende Domain eines Webshops ab und bieten beliebige Artikel unter ähnlicher Aufmachung im Online-Handel an. Insbesondere hochwertige Markenartikel werden günstig offeriert und potenziellen Käufern gegen Zahlung per Vorkasse angeboten. Das Produkt wird jedoch nicht oder als minderwertige Kopie geliefert.

"Durch Delikte wie Warenbetrug, Computerbetrug und sonstige weitere Betrugsarten mit dem Tatmittel Internet entsteht ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden. Im Jahr 2015 betrug der Beuteschaden 7,5 Millionen Euro", erklärte LKA Direktor Uwe Jacob am Dienstag in Düsseldorf. In den Jahren 2013 bis 2015 wurden im Schnitt 25.000 Fälle im Jahr bekannt.

"Lassen Sie sich durch vermeintliche "Schnäppchen" nicht zu voreiligen Handlungen verleiten und wählen Sie sichere Zahlungswege" empfiehlt LKA-Chef Jacob, um nicht Opfer von Betrügern zu werden.

"Auch viele Experten erkennen erst auf den zweiten Blick, dass die Händleradresse nicht stimmt oder der geforderte Betrag in einem Fake-Shop ohne Sicherheit vorab gezahlt werden muss. Um Fehlentwicklungen beim Online-Kauf zu stoppen, ist es wichtig, Kunden bereits vor dem Klick auf einen Kaufbutton darüber zu informieren, woran sie unseriöse Kaufangebote erkennen können", erläutert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW die Bedeutung der gemeinsamen Aufklärungskampagne.

In der Zeit vom 30. November bis zum 15. Januar nehmen die Verbraucherzentrale NRW und die Kreispolizeibehörden der NRW-Polizei die Thematik "Fake-Shops" besonders in den Blick. Es gibt ein breites Informationsangebot, unter anderem mit einem virtuellen "Fake-Shop" auf der Webseite der Verbraucherzentrale. Informationen hat auch die NRW-Polizei online

Quelle: wa.de

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