Landesregierung ändert Regelungen

Schützenfest: Kleiderkauf auch an Sonn- und Feiertagen

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Auch in der kommenden Schützenfestsaison können Kleider am Sonntag gekauft werden.

Warstein - Auch im kommenden Schützenjahr werden Schützenköniginnen und Damen des Hofstaats spontan ein Kleid kaufen können. Unter bestimmten Voraussetzungen.

„Unser Einsatz hat sich gelohnt“, erklärte der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn zur neuen Regelung für den Verkauf von Festkleidern an Sonn- und Feiertagen für die Schützenfeste in der Region.

Zusammen mit den Schützenvereinen hatten sich die südwestfälischen CDU-Landtagsabgeordneten sowie weitere heimische Politiker erfolgreich dafür eingesetzt. In einem Brief an den CDU-Parlamentarier Werner Lohn informierte Wirtschaftsminister Duin über eine Regelung, die den ordnungsgemäßen Verkauf in Zukunft ermöglichen soll.

Regierung zeigt Lösungswillen

„Wir freuen uns, dass die Landesregierung an dieser Stelle ihren Willen für eine praktikable Lösung gezeigt hat. Dies passiert leider viel zu selten, besonders wenn es um bürokratische Hürden bei unseren Volksfesten geht. Wir hoffen, dass die beschriebene Regelung rechtssicher ist und Bestand hat“, erklärte Lohn.

Ende Oktober hatten die südwestfälischen Landtagsabgeordneten Klaus Kaiser, Jens Kamieth, Matthias Kerkhoff, Werner Lohn und Thorsten Schick (alle CDU) nach Hinweisen von Schützenvereinen eine Kleine Anfrage an die Landesregierung bezüglich des Verkaufs von Festkleidern an Sonn- und Feiertagen gestellt.

In einem Brief des Ministers erhielten die Abgeordneten nun eine Antwort mit einem Lösungsvorschlag: Modegeschäfte mit Festkleidung könnten hiernach im Vorfeld der Schützenfeste mit den örtlichen Ordnungsbehörden vereinbaren, dass an einen eng umgrenzten Personenkreis wie dem Königspaar und dem Hofstaat auch an Sonn- und Feiertagen Kleider verkauft werden.

Wenn dies vorher angemeldet werde, liege laut Wirtschaftsminister Duin kein Verstoß gegen das Ladenöffnungsgesetz vor. „Wenn der Wirtschaftsminister in seinem Schreiben darauf hinweist, dass er durch den Einsatz der Schützenvereine, dem Sauerländer Schützenbund und uns Abgeordneten auf ein Problem aufmerksam geworden ist, und dieses dann löst, freut uns das“, so Werner Lohn.

Anzeige gegen Goesmann-Moden

Hintergrund war die Anzeige der Wettbewerbsbehörde Dortmund gegen das Modegeschäft Goesmann in Warstein. Der Besitzer hatte am Pfingstmontag ein Kleid an ein Mitglied des Hofstaates eines Schützenvereines verkauft, das wurde von den Behörden geahndet.

Neben einer Geldstrafe musste Andreas Goesmann eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Um auch weiter den Verkauf an Schützenfesttagen möglich zu machen, hatte er anschließend eine Online-Petition gestartet, die aber mit der Info aus Düsseldorf nun nicht mehr notwendig ist.

Quelle: wa.de

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