NRW-Justiz sichert Millionen aus ergaunertem Vermögen für Opfer

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Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Justiz hat im vergangenen Jahr rund 163 Millionen Euro wegen krummer Geschäfte eingezogen. Dabei handelt es sich um illegal erwirtschaftetes Vermögen sowie um Geldauflagen und Unternehmensgeldbußen, die Gerichte und Staatsanwaltschaften verhängt haben.

Wie NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mitteilte, konnten über 19 Millionen Euro aus ergaunertem Vermögen zugunsten der Opfer sichergestellt werden.

Ansprüche auf Wiedergutmachung prüft die Staatsanwaltschaft. Der Großteil des eingezogenen Vermögens kommt jedoch dem - ebenfalls oft geprellten - Staat zugute. Das Bundeskriminalamt weist in seinem kürzlich veröffentlichten Lagebericht zur Wirtschaftskriminalität in Deutschland eine Gesamtschadenssumme von rund 2,9 Milliarden Euro für das vergangene Jahr aus.

Das in NRW abgeschöpfte Vermögen lag nach Zahlen des Landesjustizministeriums deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre - mit Ausnahme von 2014. Damals konnte die Justiz mit über 420 Millionen Euro an eingezogenem Geld - davon fast 47 Millionen Euro für die Opfer - Rekordsummen vermelden. Allerdings schlug dabei eine rund 300 Millionen Euro teure Geldbuße gegen eine ausländische Bank zu Buche.

Der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität zeige Erfolge, bilanzierte Kutschaty. "Kriminalität darf sich nicht lohnen. Daran arbeiten alle Staatsanwaltschaften in NRW auf Hochtouren." Die Landesregierung unterstütze dies in diesem Jahr mit 300 zusätzlichen Stellen bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften. "Wir trocknen den Sumpf illegaler Finanzströme aus", sagte Kutschaty.

Quelle: wa.de

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