Unfallzahlen: Ministerium weist Fälschungsvorwurf zurück

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Ministeriumssprecher Ludger Harmeier wies die Vorwürfe zurück, dass das NRW-Innenministerium die Verkehrunfallstatistik gefälscht habe.

Düsseldorf - Das NRW-Innenministerium weist den Vorwurf zurück, die Verkehrunfallstatistik gefälscht zu haben. Wie das Recherchezentrum Correctiv.org zuerst berichtete, hat das Ministerium in einer aktuellen Veröffentlichung für das Jahr 2013 eine falsche - zu hohe - Zahl der Verkehrsunfalltoten durch überhöhte Geschwindigkeit ausgewiesen.

"Für 2013 und 2014 haben wir in einem Balken-Diagramm versehentlich die gleichen Zahlen eingesetzt", teilte Ministeriumssprecher Ludger Harmeier am Freitag mit. Bei der Erstveröffentlichung der Zahl 2014 sei diese aber richtig mitgeteilt worden. Der Fehler sei erst im Anhang einer Pressemitteilung in diesem Jahr in das Zahlenwerk geraten. "Wir geben doch nicht erst die richtige Zahl heraus, um sie dann zu fälschen - das ist doch abstrus", sagte Harmeier.

Für die CDU-Opposition sprach deren innenpolitischer Sprecher Theo Kruse dennoch von "geschönten Zahlen". Allerdings lässt der Fehler den vom Ministerium angenommenen positiven Effekt des Blitz-Marathons ungünstiger aussehen. Der Blitzmarathon war 2012 erstmals abgehalten worden.

Die Zahl der Unfalltoten durch zu hohes Tempo für 2013 war zunächst mit 150, später in der Grafik dann wie für 2014 mit 173 angegeben worden. - dap

Quelle: wa.de

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