Jäger fordert schnellere Bearbeitung von Asylanträgen

Ralf Jäger

Düsseldorf - Angesichts der rasant steigenden Flüchtlingszahlen hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen gefordert.

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von sechs Monaten sei zu lang, sagte er am Donnerstag im Radioprogramm WDR 5. Denn das bedeute, dass manche Flüchtlinge ein bis eineinhalb Jahre in den Unterbringungen in Deutschland lebten und manchmal nicht einmal einen Anhörungstermin bekämen. "Das ist der eigentliche Flaschenhals", sagte Jäger. Ein bis zwei Jahre in Deutschland leben zu können, sei auch für jene Menschen ein Anreiz, die aus wirtschaftlichen Gründen kämen, aber keine Chance auf Asyl hätten.

Nach einer neuen Prognose kommen dieses Jahr bis zu 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland - mehr als je zuvor. Davon muss NRW knapp 170 000 Menschen aufnehmen. Jäger rechnet sogar mit mehr als 200.000 Flüchtlingen, die nach NRW kommen und zumindest für einige Zeit aufgenommen werden müssen. - DPA

Quelle: wa.de

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