Nebenkläger im Auschwitz-Prozess sieht Angeklagten als Mittäter

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Der Angeklagte Reinhold Hanning (M) wird am 09.06.2016 im Beisein seiner Anwälte Andreas Scharmer (Mitte, l) und Johannes Salmen (r) mit einem Rollstuhl in den Verhandlungssaal in Detmold (Nordrhein-Westfalen) gefahren. Im Prozess gegen den früheren Auschwitz-Wachmann Hanning werden die Plädoyers der Nebenklage erwartet

Detmold - Im Detmolder Auschwitz-Prozess haben am Donnerstag weitere Nebenkläger plädiert. Der Angeklagte sei ein Mittäter der staatlich organisierten Tötung gewesen, sagte Nebenklage-Vertreter Markus Goldbach.

Angeklagt ist der frühere SS-Wachmann Reinhold Hanning wegen Beihilfe zum Massenmord. 

Das Gericht gab zuvor den rechtlichen Hinweis, dass prinzipiell auch eine Mittäterschaft in Frage komme könne. 

Von den Gräueltaten in Auschwitz zeugte am Donnerstag noch ein Film nach der Befreiung des Lagers, der das Plädoyer ergänzte. Es zeigte Luftbilder von einem industrieähnlichen Komplex und Filmsequenzen von Leichen, ausgemergelten Kindern und verletzten Häftlingen. 

Das Urteil wird frühestens kommende Woche Freitag erwartet.

dpa/lnw

Alles zu dem Prozess lesen Sie hier

Quelle: wa.de

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