Naturschützer registrieren Amselsterben durch Usutu-Virus

In Deutschland sind nach Einschätzung des Naturschutzbundes Nabu in diesem Jahr ungewöhnlich viele Vögel am sogenannten Usutu-Virus gestorben. Betroffen seien vor allem der Niederrhein und der Raum Aachen, sagte eine Sprecherin in Düsseldorf.

Düsseldorf - In Deutschland sind nach Einschätzung des Naturschutzbundes Nabu in diesem Jahr ungewöhnlich viele Vögel am sogenannten Usutu-Virus gestorben. Betroffen seien vor allem der Niederrhein und der Raum Aachen, sagte eine Sprecherin in Düsseldorf.

Ursprünglich stammt das Virus, das von Stechmücken übertragen wird, aus Südafrika. In Deutschland sei die Krankheit deshalb eigentlich auf die warme Jahreszeit beschränkt. Weil der Herbst ungewöhnlich mild ist, gebe es aber vor allem am Niederrhein noch recht häufig Mücken, die die Krankheit übertragen. Vor allem Amseln sterben durch das Usutu-Virus.

Der Nabu hatte im Spätsommer dazu aufgerufen, kranke und tote Tiere zu melden und die Tierkörper anschließend ins Labor zu schicken. Bundesweit seien so mehr als 1100 Usutu-Fälle gemeldet worden, sagte die Sprecherin. Besonders betroffen sei Nordrhein-Westfalen mit mehr als 500 bekannten Fällen.

Vor fünf Jahren gab es durch das Virus erstmals ein Massensterben von Amseln und anderen Vogelarten wie Staren, Eisvögeln und Sperlingen, damals vor allem in Baden-Württemberg, dem Saarland und in Rheinland-Pfalz. Auch wenn die gemeldeten Tiere letztlich nur ein kleiner Ausschnitt aller erkrankten Vögel seien, deute vieles darauf hin, dass der Usutu-Ausbruch in diesem Jahr noch deutlich heftiger war als vor fünf Jahren, sagte die Sprecherin.

Das Usutu-Virus ist durch die Mücken auch auf den Menschen übertragbar. Es ist laut dem Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin aber für Menschen in den meisten Fällen nicht gefährlich.

Quelle: wa.de

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