Streit um die Boxerehre Ursache der Schüsse auf Manuel Scharr

+
Symbolfoto

[UPDATE 17.13 Uhr] Essen - Es war wohl ein Streit um die Boxerehre, die den Schüssen auf Manuel Charr vorausgingen. Der gesuchte Tatverdächtige hat sich inzwischen gestellt. Aber er schweigt.

Nach den Schüssen auf den Profiboxer Manuel Charr sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Der 25-Jährige habe sich am Montag in Begleitung eines Anwalts gestellt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Essen mit.

Er schweige aber zu den Vorwürfen, sagte Staatsanwältin Birgit Jürgens. Ein Richter hatte bereits kurz nach der Tat einen Haftbefehl erlassen. Nach dem Mann war unter Hochdruck gefahndet worden.

Der Tatverdächtige, der laut Staatsanwaltschaft vermutlich auch im Boxgeschäft aktiv ist, soll Charr am 2. September nach einem Streit in einem Imbiss mit einem Bauchschuss niedergestreckt und lebensgefährlich verletzt haben.

Ärzte konnten den 30 Jahre alten Boxer aus Köln in einer Notoperation retten. Der Täter flüchtete und war seither verschwunden. Wo er sich zwölf Tage lang versteckt hielt, wurde nicht bekannt. Als Hintergrund der Bluttat vermuten die Behörden Beleidigungen.

Um Manuel Charr lächerlich zu machen, soll der Beschuldigte ein Video ins Netz gestellt haben, das Verlierer-Szenen aus einem Kampf zeigt. Auf einer sozialen Plattform hätten sich die beiden Kontrahenten zudem ein Wortgefecht geliefert.

Der Streit eskalierte schließlich mit den Schüssen in dem Imbiss nahe der Wohnung des Tatverdächtigen. Warum der Kölner Schwergewichtler an dem Abend ausgerechnet dort aufgekreuzt war, wird noch ermittelt. Im Umfeld des Boxers war dessen Besuch in dem Essener Lokal als bewusste "Ansage" interpretiert worden. - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare