Tödliche Eifersucht bringt Mann aus Bottrop ins Gefängnis

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Essen - Nach einer tödlichen Eifersuchtstat ist ein Journalist aus Bottrop zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Der 55-Jährige hatte seine Ehefrau im Oktober 2015 mit einem BH und einer Krawatte ans Bett gefesselt, sie stranguliert und ihr dann einen tiefen Halsschnitt versetzt. Hintergrund war eine schwere Beziehungskrise. Die 48-Jährige hatte ihren Mann nach 22 Ehejahren verlassen wollen.

Im Prozess vor dem Essener Schwurgericht hatte der Angeklagte gesagt: "Ich habe völlig die Kontrolle verloren." Das Urteil lautet auf Totschlag. Nach der Tat hatte der 55-Jährige versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Er hatte sich in die Badewanne gelegt und sich die Pulsadern aufgeschnitten - allerdings nur oberflächlich. Außerdem hatte er vorher seinen Bruder informiert. Deshalb konnte er gerettet werden. Für seine Frau kam dagegen jede Hilfe zu spät. Sie war bereits verblutet. 

Laut Urteil hat der Angeklagte den Gedanken an eine bevorstehende Trennung nicht ertragen können. Deshalb habe er entschieden, dass beide aus dem Leben scheiden sollen. "Sie haben sich total verrannt und eine total falsche Entscheidung getroffen", sagte Richter Andreas Labentz. Vor Gericht hatte der Angeklagte selbst von einer "entsetzlichen Tat" gesprochen. Die Bluttat passierte nur einen Tag vor dem 16. Geburtstag der gemeinsamen Zwillingstöchter. Die Mädchen waren bei Freunden, um in ihren Geburtstag hineinzufeiern. "Für sie ist es ein Albtraum", so Labentz. - dpa

Quelle: wa.de

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