Mutmaßlicher IS-Terrorist aus Dinslaken kommt vor Gericht

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Düsseldorf - Ein mutmaßlicher Terrorist des sogenannten Islamischen Staats (IS) muss sich in wenigen Wochen in Düsseldorf vor Gericht verantworten. Das Oberlandesgericht habe die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen den 25-jährigen Nils D. zugelassen, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. 

Der Prozess werde am 20. Januar beginnen. Der Dinslakener Islamist soll in Syrien als Mitglied einer Spezialeinheit des IS Deserteure gejagt haben. Laut Anklage gehörte er der Terrormiliz seit Oktober 2013 länger als ein Jahr an. Er sei dabei auch in die Verwaltung von IS-Gefängnissen eingebunden gewesen. Beim Verhör eines Gefangenen habe er als Dolmetscher fungiert. Das Gericht hat zunächst neun Verhandlungstage anberaumt. 

Nils D. war als Syrien-Rückkehrer im Januar in Dinslaken festgenommen worden. Laut Medienberichten soll er umfassend ausgesagt und dabei verraten haben, dass in den Reihen des IS deutsche Islamisten an Folterungen beteiligt seien. 

Lohberg: Islamistische Hochburg 

Der Dinslakener Stadtteil Lohberg gilt als islamistische Hochburg in Nordrhein-Westfalen. Eine Gruppe von Islamisten aus der ehemaligen Bergarbeiterstadt soll in Syrien sogar eine "Lohberger Brigade" gebildet haben. Der radikalislamische IS ist für Entführungen, Selbstmordattentate und brutale Hinrichtungen verantwortlich und lockt mit geschickter Internetpropaganda Menschen aus aller Welt an. 

Vorsitzende Richterin des Prozesses wird Barbara Havliza sein, die schon das Verfahren gegen die Düsseldorfer Zelle des Terror-Netzwerks Al-Kaida geleitet hatte.

Quelle: wa.de

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