27-jähriges Opfer nur durch Not-OP gerettet

Musik war zu laut: Italiener (54) muss nach Schuss auf Nachbarn in Haft

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Bochum - Die Musik ist laut, dann fällt ein Schuss. In Recklinghausen feuert ein Mann auf seinen Nachbarn. Jetzt muss er ins Gefängnis.

Wegen der lauten Musik hat ein Mann in Bochum auf einen Nachbarn geschossen. Für die Bluttat wurde der 54-Jährige am Dienstag zu neun Jahren Haft verurteilt. 

Das Leben des 27 Jahre alten Opfers hatte nur durch eine Not-Operation gerettet werden können. Laut Urteil hat der Angeklagte den Schuss im Dezember 2015 in einem Vorgarten in Recklinghausen aus nächster Nähe abgefeuert. Das Geschoss durchschlug den Körper des 27-Jährigen und verfehlte die Wirbelsäule nur knapp. 

Der Angeklagte selbst hatte im Prozess von Notwehr gesprochen. Da sich der 54-Jährige illegal in Deutschland aufgehalten hat, muss er nach der Verbüßung seiner Haftstrafe mit der Abschiebung in sein Heimatland Italien rechnen. Dort erwarten ihn weitere elf Jahre und drei Monate Haft wegen Drogenhandels und Raubes. 

Diese Strafen sind noch nicht verbüßt worden, weil der Angeklagte nach seiner Verurteilung nach Deutschland geflüchtet und bei einer Freundin untergetaucht war. 

Auch nach der aktuellen Tat hatte der Angeklagte zunächst die Flucht ergriffen, er war aber rund sechs Wochen später gefasst worden. Das Urteil des Bochumer Schwurgerichts lautet auf versuchten Totschlag und Verstoß gegen das Waffengesetz. - dpa

Quelle: wa.de

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