Nach Überfall auf Seniorin Ende 2014

Mord zieht Kreise von Lüdenscheid über Herne bis Tschetschenien

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Herne/Lüdenscheid - Eine Zeugenaussage aus Tschetschenien hat zur Aufklärung eines Mordfalls vom März in Herne geführt, bei dem ein 28-Jähriger getötet worden war. Alles begann mit einem Überfall auf eine Seniorin in Lüdenscheid.

Zwei Beteiligte hat die Polizei verhaftet, darunter eine Deutsche. Gegen die 32-Jährige wird wegen Beihilfe zum Mord ermittelt. Dem zweiten Festgenommenen (26) sowie mindestens zwei weiteren Beteiligten aus Russland, die noch auf der Flucht sind, wird Mord vorgeworfen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Aus ihrer Sicht stellt sich der Ablauf so dar: Die Beute aus dem Überfall auf die Seniorin - Geld und Schmuck im Wert von 60.000 bis 100.000 Euro, war bei dem 28-Jährigen und dessen Freund in Herne versteckt worden - doch sie verschwand. Daraufhin wurden beide von einem der Räuber aus Lüdenscheid und mehreren Komplizen in einen Hinterhalt gelockt. Der 28-Jährige wurde erschlagen, seine Leiche verscharrt. 

Sein Freund wurde misshandelt, nach Frankreich entführt und später unter Morddrohungen in Polen freigelassen. Er solle nach Tschetschenien weiterreisen und den Mund halten. 

Dort ging der 26-Jährige aber zur Polizei. Seine Aussage landete im Juni bei den Bochumer Beamten, die bereits in der Sache ermittelten. Sie gehen nicht von organisierter Bandenkriminalität aus. - dpa

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Quelle: wa.de

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