Millionen-Paket für Brand- und Katastrophenschutz in NRW

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Das Land NRW will für den Katastrophenschutz Millionen ausgeben. 

Düsseldorf - Ob Klimawandel mit wütenden Naturgewalten oder eine Katastrophe an Deutschlands Chemiestandort Nummer 1 - NRW hat rund 18 Millionen Bürger zu schützen. Dafür nimmt das Land jetzt viel Geld in die Hand.

Mit 124 Millionen Euro wappnet sich Nordrhein-Westfalen gegen Natur- und Chemie-Katastrophen. Wie die Düsseldorfer Staatskanzlei am Dienstag mitteilte, haben sich das Landesinnenministerium und die kommunalen Spitzenverbände auf das Investitionspaket verständigt. 

"Der Klimawandel wird zu mehr Stürmen, Starkregen und Hochwasser führen. Darauf bereiten wir uns vor", begründete NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) die auf sieben Jahre kalkulierten Ausgaben. Die Katastrophenschutzbehörden müssten für Krisenlagen mit großflächigem Stromausfall, aber auch für die speziellen Gefahren am Chemiestandort NRW besser gerüstet werden. 

Investition "bundesweit vorbildlich"

Die kommunalen Spitzenverbände bezeichneten die Investition als "bundesweit vorbildlich". Das Geld soll in modernste Technik fließen: Angeschafft wird unter anderem ein Multifunktionssystem, das bei Naturkatastrophen Notstrom, Wärme und Licht liefern kann. Außerdem wird ein System getestet, das bei Großbränden oder Hochwasserlagen gewaltige Wassermengen bewegen kann. 

Zudem will das Land 108 Löschfahrzeuge kaufen. "Sie dienen bei atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren dazu, Verletzte zu dekontaminieren, und können zugleich im Brandschutz der Kommunen eingesetzt werden", erläuterte Jäger. Acht neue Löschboote sollen den Brandschutz auf dem Rhein stärken. 

15 Millionen Euro Fördermittel sind den Kommunen zugedacht, um Warnsysteme für die Bevölkerung zu optimieren und Leitstellen mit Digitalfunk aufzurüsten. - lnw

Quelle: wa.de

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