Mehr Polizei an acht Brennpunkten in NRW

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Mehr Polizei an Kriminalitätsbrennpunkten hat der Innenminister nach dem Silvester-Fiasko in Köln versprochen.

Düsseldorf - Mehr Polizei an Kriminalitätsbrennpunkten hat der Innenminister nach dem Silvester-Fiasko in Köln versprochen. Jetzt verrät er, wo in NRW solche Hochburgen des Verbrechens sind.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bekommt in acht Bezirken mit einer besonders hohen Kriminalitätsrate mehr Personal. Das teilte Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) am Dienstag in Düsseldorf mit. Die Maßnahme ist Teil des 15-Punkte-Pakets, das die rot-grüne Landesregierung nach den Silvester-Übergriffen in Köln beschlossen hatte, um für mehr Sicherheit zu sorgen. 

Von landesweit 18 Polizeipräsidien sind nach Einschätzung des Ministeriums 8 in Regionen mit Kriminalitätsschwerpunkten tätig: Aachen, Bochum, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Gelsenkirchen, Essen und Duisburg. Einige Medien hatten zuvor über die Liste berichtet. Bis 2018 sollen insgesamt 500 Polizisten zusätzlich an solchen Brennpunkten eingesetzt werden. 

Die CDU-Opposition kritisierte: "Der ländliche Raum wird von dem Kuchen so gut wie gar nichts abbekommen." Jäger hielt dagegen: "Wir bringen mehr Beamte auf die Straße und in die Kommissariate - und zwar ganz gezielt dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden." 

Möglich werde dies im Wesentlichen durch zwei Maßnahmen: Erfahrene Beamte können freiwillig später in Pension gehen. Und 350 neue Angestellte sollen Polizeibeamte von Verwaltungsaufgaben entlasten, die dann anders eingesetzt werden können. 250 dieser Angestellten sollen wiederum in Behörden an Kriminalitätsbrennpunkten entsandt werden. 

700 Polizeibeamte mehr seit 2011

Unter anderem könnten sie anstelle voll ausgebildeter Polizisten in Radarwagen zur Verkehrskontrolle arbeiten. Die 18 Einsatzhundertschaften in NRW werden ebenfalls verstärkt auf die Schwerpunktpräsidien konzentriert. In den nächsten zwei Jahren soll die Bereitschaftspolizei um vier Einsatzzüge verstärkt werden. 

Noch in diesem Jahr erhält die Polizei in Duisburg als erste eine zusätzliche Einheit mit 38 Polizisten. Zwei weitere werden im kommenden Jahr im Ballungsraum Rhein-Ruhr an bereits bestehende Hundertschaften angegliedert. Der vierte Einsatzzug soll spätestens 2018 einsatzbereit sein. 

Wie Jäger berichtete, sind in NRW seit 2011 über 7600 Polizisten eingestellt worden. Dies bedeutet laut Ministerium nach Abzug der im selben Zeitraum pensionierten Beamten über 700 Stellen mehr. Dieses Jahr beginnen 1920 Polizeianwärter ihre Ausbildung. "Das sind so viele wie nie zuvor", unterstrich der Minister. Insgesamt will die Regierung in diesem Jahr knapp 47 Millionen Euro zusätzlich in Innere Sicherheit und Integration investieren.

Quelle: wa.de

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