Polizei in der Landeshauptstadt weitet Präsenz aus

Mehr Kameras, mehr Beamte und Wache in der Düsseldorfer Altstadt

+
Ein Polizist bedient auf dem Burgplatz in Düsseldorf in einem Video-Überwachungswagen mittels Joystick die Kamera. Die Fahrzeuge der Polizei sollen in den Karnevalstagen zur Überwachung der Brennpunkte eingesetzt werden.

Düsseldorf - Viel mehr Beamte, mehr Videokameras, Hausverbot für Störer: Die Polizei in Düsseldorf macht an den tollen Tagen sogar in der Partyzone eine Anlaufstelle auf, um rasch Hinweisen auf Straftaten nachzugehen. Alles eine Lehre aus der Silvesternacht in Köln.

Für einen sicheren Karneval weitet die Polizei in Düsseldorf ihre Präsenz an den tollen Tagen massiv aus. Zu den Maßnahmen gehören mehr Videokameras, deutlich mehr Beamte sowie Betretungsverbote für 41 bekannte Störer, erklärte Polizeipräsident Norbert Wesseler am Dienstag. 

Erstmals hat die Polizei eine Anlaufstelle mitten in der Altstadt eingerichtet, um Anzeigen und Hinweise aufzunehmen. "Wir wollen die Ansprechbarkeit erhöhen", sagte der für den Einsatz zuständige Polizeibeamte Georg Schulz. Auch die Kölner Polizei hat mehr Präsenz angekündigt.

Alle Maßnahmen sind eine Konsequenz aus den massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln. An den tollen Tagen werden auch in Düsseldorf Hunderttausende Jecken erwartet. 

Die Polizei will nicht jede Verkleidung tolerieren. "Wenn einer mit einer sturmgewehrähnlichen Attrappe durch die Straßen läuft, dann wird er uns kennenlernen", sagte der Einsatzleiter. 

Die temporäre Wache öffnet an Weiberfastnacht, Karnevalssonntag und Rosenmontag von Mittag bis etwa 6 Uhr am nächsten Morgen. An den Karnevalstagen sind in Düsseldorf über 2500 Beamte unterwegs, etwa doppelt so viele wie im Vorjahr. Die stationäre Videoüberwachung wird ausgeweitet, zudem werden Kameras auf Einsatzwagen montiert. - dpa

Lesen Sie zum Thema auch:

Polizeipräsenz zu Karneval in Dortmund und Lünen deutlich erhöht

Kein zweites Silvester an Karneval: Köln stellt Konzept vor

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare