Mann erwürgt Ehefrau im Streit um Müll: Mehr als sieben Jahre Haft

Aachen - Der Müll war wieder nicht rausgebracht worden, es gab Streit. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Ein 54-Jähriger tötet seine Ehefrau - und muss für mehr als sieben Jahre ins Gefängnis.

Ein 54-jähriger Mann, der seine Frau im Streit um nicht rausgebrachten Müll umgebracht hat, ist in Aachen wegen Totschlags verurteilt worden. Er habe das ständige Lamentieren und die Vorwürfe seiner Frau sattgehabt, stellte der Vorsitzende Richter am Landgericht Arno Bormann in seiner Urteilsbegründung fest. 

Er habe sie gewürgt, bis sie sich nicht mehr rührte. Die Kammer gehe aber davon aus, dass die beiden aneinander gehangen hatten. Das Gericht verurteilte ihn zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft. Die Anklage hatte zwölf Jahre gefordert. 

Einen Tag nach der Rückkehr aus dem Urlaub im August 2015 habe die Frau dem 54-Jährigen Vorwürfe wegen des Mülls gemacht. Bei der handfesten Auseinandersetzung seien sie hingefallen. Er habe sie dann gewürgt, um sich das nicht mehr anhören zu müssen. Um die Tat zu vertuschen, habe er die Leiche in einen Koffer gepackt und ihn zugeklebt, weil er sich nicht mehr schließen ließ. 

Mit einem Taxi sei er nach Maastricht gefahren und habe den Koffer mit der Leiche in die Maas geworfen. Tage später war der Koffer an der Wasseroberfläche aufgetaucht. - dpa

Quelle: wa.de

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