Lebensgefährtin mit Schnürsenkel erdrosselt: Angeklagter gesteht

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Köln -Ein 27 Jahre alter Mann hat vor dem Kölner Landgericht gestanden, seine Lebensgefährtin mit einem Schnürsenkel erdrosselt zu haben. Nach einem Streit habe er sie zunächst mit der Armbeuge von hinten mehrere Minuten gewürgt, sagte der Angeklagte am Donnerstag aus. Als die Frau nicht mehr bei Bewusstsein gewesen sei, habe er einen Schnürsenkel zur Schlinge geknotet und zugezogen.

Nach der Tat im September vergangenen Jahres habe er noch etwa zwei Monate mit der Leiche in seiner Wohnung in Bergheim gelebt, bis die Tote schließlich von der Polizei entdeckt wurde. "Ich habe die Türe des Zimmers zu gemacht und es nicht mehr betreten."

Der Angeklagte widersprach der Darstellung der Staatsanwaltschaft, wonach er sich seinem arglosen Opfer von hinten genähert und es heimtückisch ermordet habe. Vielmehr habe ihn die Frau zuvor mit einem Messer attackiert, sagte der Angeklagte. "Die hat mich angegriffen, dann habe ich überreagiert." Er habe ihr das Messer aus der Hand geschlagen, sie herumgedreht und die heftig strampelnde Frau von hinten drei bis vier Minuten lang gewürgt. Dann habe er einen Schnürsenkel auf dem Boden entdeckt. "Ich hab den einfach genommen, einen Knoten gemacht und zugezogen", schilderte der Angeklagte.

Als Motiv für die Tat gab er an, dass die 22-Jährige Beziehungen zu anderen Männern gehabt haben soll. Nach der Tat zerrte der Mann die Leiche seiner Freundin ins Schlafzimmer, wickelte sie in Bettwäsche ein und versteckte sie unter dem Bett.

Freunden und Verwandten erzählte der 27-Jährige, seine Lebensgefährtin sei verreist. Er beteiligte sich auch an einer vom Bruder des Opfers initiierten Suche in sozialen Netzwerken. Ein Urteil in dem Prozess wird für Anfang Juli erwartet. - dpa

Quelle: wa.de

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