Ladendieb in Wetter: Gefährliche Verfolgungsjagd für einen Lebensvorrat Mascara

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Witten/Wetter - Wimperntusche im Wert von 800 Euro zu stehlen, ist eigentlich schon kurios genug. Mit einer filmreifen Verfolgungsjagd hielt der Dieb aus Wetter dann noch den Ladendetektiv und die Polizei auf Trab - bei der er selbst gleich zweimal fast ums Leben gekommen wäre.

Gegen 19.45 Uhr rannte der Dieb mit seiner Beute aus einem Kaufhaus in Wetter und wurde von dem Ladendetektiv (36) verfolgt. Nach einer halben Stunde gab der Angestellte die Suche in der Innenstadt auf und machte sich auf den Heimweg über die Wetterstraße. Dort lief ihm der Ladendieb wieder über den Weg.

Der Dieb rannte auf das Gleisbett und setzte dort seine Flucht in Richtung Witten fort. Dabei wurde er fast von einem sich nähernden Zug erfasst. Anschließend lief der Mann am Ufer der Ruhr entlang und sprang in Höhe "Kohlensiepen" ins Wasser. Von dort schwamm er zur sogenannten "VEW-Insel" und erreichte nur mühsam das Ufer.

In der Zwischenzeit war eine Streifenwagenbesatzung der Wittener Polizei an der Uferstraße eingetroffen. Von dort sahen die Polizistinnen gegen 20.40 Uhr den pitschnassen Tatverdächtigen. Die Beamtinnen baten zwei Männer, die mit einem Ruderboot auf der Ruhr unterwegs waren, den Beschuldigten überzusetzten - mit Erfolg. Die Bootsmänne konnten ihn dazu bewegen, aufzugeben und ins Boot zu steigen.

Nach der kurzen "Fährfahrt" hüllten die Polizistinnen den 25-Jährigen, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, in eine Decke und nahmen ihn mit zur Wache. In seinem Rucksack entdeckten sie die Beute - 79 Päckchen Wimperntusche.  

Die polizeilichen Ermittlungen gegen den jungen Mann dauern zurzeit noch an, in Wetter und in Witten.

Quelle: wa.de

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