Kurioses aus NRW: Von Beleidigungen und Diebstählen

+
In Geseke wurde ein lebensgroßer Pappaufsteller von Sängerin Helene Fischer gestohlen.

Hagen/Geseke - Einen richtigen Riecher hatte eine Zeugin im westfälischen Hagen, die in einem Supermarkt einen Mann beobachtete, der sich merkwürdig verhielt. Er entpuppte sich als Ladendieb.

Sie sah in einem Supermarkt auf der Schwerter Straße einen Mann, der ihr verdächtig vorkam. Sie lag mit ihrer Vermutung richtig, denn der Mann griff plötzlich zu und entnahm aus mehreren Verpackungen Unterhemden und Slips. Anschließend ließ er die Sachen in seiner Jacke verschwinden. Als der Ladendieb den Supermarkt verlassen wollte, bat ihn die Zeugin in ein Büro und informierte die Polizei.

Der 24-jährige Ladendieb wurde vorläufig festgenommen und konnte das Polizeipräsidium nach Abschluss der Ermittlungen wieder verlassen. Die Unterwäsche im Wert von rund 70 Euro verblieb im Supermarkt.

Helene Fischer in Geseke gestohlen

Unterdessen hat ein Unbekannter in Geseke sich sein Idol Helene Fischer gegrapscht und ist mit ihr über alle Berge. Das berichtete die Polizei in Soest am Freitag - nicht ohne zu erläutern, dass es sich nur um eine lebensgroße Figur der Schlagersängerin handelte.

Die Papp-Helene stand demnach im Flur eines Mehrfamilienhauses im westfälischen Örtchen Geseke. In der Frühe hörte ihr Eigentümer Geräusche und schaute nach dem Rechten.

Da konnte er jedoch den anderen Fan der Sängerin nur noch in der Ferne sehen - auf einem Skateboard als Fluchtfahrzeug machte der Dieb sich davon. "Helene hatte er dabei sicher unter dem Arm", beruhigte die Polizei.

"Du Mädchen" als deutliche Herabwürdigung

Weil sie einen Polizisten als Mädchen bezeichnet hat, ist eine 56-jährige Hausfrau in Düsseldorf zu 200 Euro Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt worden.

Sie war als Beifahrerin ihres Mann (64) mit dem Auto in eine Verkehrskontrolle geraten. Ein Polizist beschwerte sich, dass ihr Mann so spät und scharf gebremst habe. Daraufhin soll die 56-Jährige "Du Mädchen!" aus dem Auto gerufen haben.

Vor dem Amtsgericht behauptete die bis dahin unbescholtene Frau, der Beamte müsse sich verhört haben, sie habe "'n Märchen" gesagt. Doch drei Polizisten bezeugten, laut und deutlich "Du Mädchen" verstanden zu haben.

Die Stimmung im Gerichtssaal drohte zu kippen, als ihr Ehemann im Zeugenstand sagte: "Sie würde sowas nie zu einem Bullen sagen." Obwohl der Begriff Mädchen an sich nicht beleidigend sei, könne er beleidigend wirken, wenn er darauf abziele, jemanden in seiner Ehre herabzusetzen, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. - dpa

 - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare