Hitze in NRW: Wenn Tauben am Boden bleiben und Affen Eis essen

+
Affenhitze: Im Krefelder Zoo ließen sich die Primaten ein Eis aus eingefrorenem Multivitaminsaft schmecken.

Köln - Allen setzt die Wärme zu: Affen und Tauben, gar der Straßenbahn in Essen. Und ob Streusalz Abhilfe schaffen kann gegen schmelzenden Asphalt? Da gibt es einige kuriose Meldungen.

Hoch "Annelie" hat Deutschland im Griff - und während sich der eine oder andere ein wenig ermattet, gar matschig im Kopf fühlt, kommen andere auf die kuriosesten Ideen.

Abkühlung für Tiere: "Eine Affenhitze zurzeit", dachte sich der Krefelder Zoo und versorgte die Primaten kurzerhand mit Affeneis. Die Leckerei besteht aus eingefrorenem Multivitaminsaft. "In der heißen Jahreszeit freuen sich die Affen natürlich besonders darüber", sagte eine Sprecherin. Im Tierheim in Düsseldorf dagegen stehen für die Hunde mit Wasser gefüllte Strandmuscheln zur Abkühlung bereit. Wer möchte, wird gern mit dem Schlauch nass gemacht.

Flugverbot: Tauben müssen am Boden bleiben - der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter rät seinen Mitgliedern, an diesem Wochenende auf Tauben-Langstreckenflüge zu verzichten. "Die meisten Regionalverbände haben die Flüge bereits abgesagt oder schicken die Tauben höchstens auf kurze Entfernungen", sagte ein Verbandssprecher in Essen. Eigentlich seien für dieses Wochenende Preisflüge über Strecken bis zu 500 Kilometer geplant gewesen.

Luft zufächeln: Zur Kühlung für seine Patienten hat das Katholische Klinikum in Essen Fächer verteilt - "aber nur so lange der Vorrat reicht", heißt es in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es da - ganz sachlich formuliert: "Ein Fächer kühlt durch die Bewegung von Luft, die kühler als die Haut ist, sowie durch stärkere Verdunstung der Hautfeuchtigkeit im selbst erzeugten Luftstrom." 

Die rekordverdächtigen Temperaturen verursachen derzeit Asphalt-Schmelzen.

Klebrige Angelegenheit: Die Sahara-Hitze bringt die Straßenbahn in Essen in arge Nöte. Unter den tropischen Temperaturen verflüssigte sich im Stadtteil Altenessen ein Isolierstoff zwischen Teer und Schienen. Das Bitumen ergab sich der sengenden Hitze, es schmolz zu einer tiefschwarzen Pampe und klebte an der Straßenbahn fest. 

Winterdienst im Sommer: Wie die "Bild"-Zeitung am Freitag berichtete, versuchen die Niederländer, das Asphalt-Schmelzen bei der Hitze mit einem Gemisch aus Streusalz und Kalk zu verhindern. Denn Salz senkt die Temperatur der Straße. Und was sagt der Landesbetrieb Straßen.NRW dazu? "Wir haben davon gehört, aber bei uns ist so ein Einsatz nicht angedacht", sagte ein Sprecher auf Anfrage. - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare