Kölner Silvesternacht: Erstmals muss ein Täter ins Gefängnis

Köln - Erstmals ist ein Täter aus der Kölner Silvesternacht zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Ein 21 Jahre alter Algerier bekam vor dem Amtsgericht Köln eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Der Unterschied zu den bisher verurteilten Tätern bestand demnach darin, dass er einen räuberischen Diebstahl begangen hatte. "Er hat Gewalt angewandt, und das wiegt natürlich schwerer", sagte der Sprecher. Das Schöffengericht befand ihn für schuldig, in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz einem Mann das Portemonnaie aus der Gesäßtasche gezogen zu haben. 

Als der Mann das bemerkte, hielt er den Dieb fest, der ihm daraufhin einen Stoß versetzte. Zwei andere Passanten griffen ein, und es kam zu einem Handgemenge. Dabei attackierte der 21-Jährige die Passanten mit Schlägen und versuchte, einen von ihnen in die Hand zu beißen. Er konnte wenig später festgenommen werden. Das Gericht entschied sich auch deshalb gegen eine Bewährungsstrafe, weil es keine positive Sozialprognose erkennen konnte.

 Es rechnete vielmehr damit, dass der junge Mann weitere Diebstahle begehen würde. Er war erst kurz zuvor im November 2015 nach Deutschland eingereist. In der Silvesternacht war es in Köln massenhaft zu Straftaten gekommen. Entsetzen hatten vor allem die sexuellen Übergriffe auf Frauen ausgelöst. 

Am 6. Mai soll erstmals ein solcher Fall verhandelt werden, es geht dabei um versuchte sexuelle Nötigung. Ein 26-jähriger Algerier ist angeklagt, zusammen mit anderen Männern eine Frau umstellt und begrapscht zu haben. - dpa

Quelle: wa.de

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