Bundespolizei geht von Vorsatz aus

Intercity fährt bei Essen mit hohem Tempo auf Steinbrocken

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Der Schienenräumer des Triebfahrzeugs wurde durch die Steine erheblich beschädigt.

Essen - Betonteile, die einen mit hoher Geschwindigkeit fahrenden IC am Sonntagabend im Raum Essen beschädigt haben, sind von Unbekannten vorsätzlich in den Weg gestellt worden. Davon geht die Bundespolizei nach ersten Ermittlungen aus. Unbekannte hätten vermutlich von einer eingestürzten Steinwand in der Nähe größere Teile auf die Schienen gelegt, teilte die Bundespolizei in Dortmund am Montag mit.

Der Schienenräumer des Triebfahrzeugs wurde durch die Steine erheblich beschädigt.

Der Intercity 2152 fuhr auf dem Weg von Jena nach Düsseldorf mit etwa 120 Stundenkilometern, als er bei Essen-Dellwig auf die Bruchstücke fuhr. Der Zugführer leitete eine Schnellbremsung ein. Das Triebfahrzeug habe mit einem Teil der Radreifen kurzzeitig den Kontakt zu den Schienen verloren, hieß es in der Mitteilung weiter. Aufgrund der Beschädigungen konnte der IC die Fahrt nicht fortsetzen. 80 Reisende saßen zwei Stunden in dem Zug fest. Feuerwehrleute und Polizisten halfen ihnen dann, den Zug zu verlassen. Sie reisten mit Bussen und Taxis weiter. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht. 

Dabei ging auch von den überfahrenen Betonteilen, die wie Geschosse zur Seite geschleudert worden seien, eine Gefahr aus. Bereits vier Tage zuvor hatten unbekannte Täter an derselben Stelle Schottersteine, sowie Betonklötze und einen Tretroller auf die Gleise gelegt. Ein Zug rammte die Gegenstände. 

Laut Polizei seien mehrere Jugendliche in der Nähe beobachtet worden. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und prüft dabei auch, ob die beiden Taten in einem Zusammenhang stehen. - dpa

Quelle: wa.de

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